Diese exquisite Lithografie nach Francis Bacon (1909-1992) mit dem Titel Study for Portrait of Lucian Freud stammt aus dem historischen Folio Derriere le Miroir, Nr. 162 von 1966. Die von Maeght Editeur, Paris, unter der Leitung von Aime Maeght herausgegebene und von Mourlot Freres, Paris, gedruckte Komposition fängt Bacons eindringliche psychologische Intensität und seine charakteristische Verzerrung der Form ein. In Study for Portrait of Lucian Freud erforscht Bacon die Spannung zwischen Verletzlichkeit und Gewalt, wobei er ein intuitives Gefühl von Präsenz und Bewegung erreicht, das seine Meisterschaft in der existenziellen Figuration der Nachkriegszeit widerspiegelt.
Die Lithografie ist auf Velinpapier gedruckt und misst 15 x 11 Zoll (38,1 x 27,9 cm). In der vorliegenden Fassung ist sie unsigniert und nicht nummeriert, was dem genehmigten Veröffentlichungsformat entspricht. Die Ausgabe bewahrt Bacons rohe malerische Sprache und expressive Dynamik und bestätigt seinen tiefgreifenden Einfluss auf die britische und europäische Kunst des 20. Jahrhunderts.
Details zum Kunstwerk:
Künstler: Nach Francis Bacon (1909-1992)
Titel: Studie für das Porträt von Lucian Freud, aus Derriere le Miroir, Nr. 162, 1966
Medium: Lithographie auf Velinpapier
Abmessungen: 15 x 11 Zoll (38,1 x 27,9 cm)
Beschriftung: Unsigniert und nicht nummeriert, wie ausgegeben
Datum: 1966
Verlag: Maeght Editeur, Paris
Drucker: Mourlot Freres, Paris
Zustand: Gut erhalten, altersentsprechend und mittel
Provenienz: Aus dem Folianten Derriere le Miroir, Nr. 162, 1966, herausgegeben von Maeght Editeur, Paris
Anmerkungen:
Diese Ausgabe von Derriere le Miroir, die Francis Bacon gewidmet ist, enthält eine Luxusausgabe, die in CL nummerierten Exemplaren auf Velin de Rives gedruckt wurde.
Über die Veröffentlichung:
Derriere le Miroir (übersetzt: "Hinter dem Spiegel") war eine kultige französische Kunstzeitschrift, die von 1946 bis 1982 von Maeght Editeur, einem der einflussreichsten Kunstverlage des 20. Die von Aime Maeght in Paris gegründete Publikation wurde als visuelle und literarische Collaboration zwischen führenden modernen Künstlern, Dichtern und Kritikern konzipiert. Jede Ausgabe war sowohl ein Ausstellungskatalog als auch ein Kunstwerk für sich - mit Original-Lithografien, die direkt von den Steinen oder Platten der Künstler gedruckt wurden, sowie mit Essays, Gedichten und kritischen Kommentaren. Im Laufe von 36 Jahren brachte Derriere le Miroir mehr als 250 Ausgaben heraus und präsentierte eine außergewöhnliche Reihe von Künstlern wie Henri Matisse, Marc Chagall, Joan Miro, Georges Braque, Alexander Calder, Fernand Leger, Pierre Bonnard, Alberto Giacometti, Eduardo Chillida, Ellsworth Kelly und Francis Bacon. Die in den Ateliers von Mourlot und Arte gedruckte Zeitschrift setzte neue Maßstäbe für die Qualität der Farblithografie und kombinierte Kunstdruck mit eleganter Typografie und poetischen Texten. Über seine visuelle Brillanz hinaus wurde Derriere le Miroir auch zu einer kulturellen Chronik der europäischen Nachkriegsmoderne. Jede Ausgabe wurde zeitgleich mit Ausstellungen in der Galerie Maeght herausgegeben, so dass die bahnbrechenden Ausstellungen gesammelt und einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden konnten. Seine Integration von Bild, Text und Philosophie schuf einen Dialog zwischen Kunst und Literatur, der das moderne Kunstbuch zu neuen ästhetischen Höhen führte. Heute ist Derriere le Miroir nach wie vor eine der begehrtesten und historisch bedeutendsten Kunstpublikationen, die von Sammlern und Wissenschaftlern gleichermaßen für ihre handwerkliche Qualität, ihren Einfluss und ihre Rolle bei der Definition der Bildsprache der Moderne des 20. Die Fondation Maeght in Saint-Paul-de-Vence würdigt dieses Erbe weiterhin durch Ausstellungen und die Archivierung der Serie und bekräftigt damit den bleibenden Platz von Derriere le Miroir in der Geschichte der modernen Kunst und des Kunstverlagswesens.
Über den Künstler:
Francis Bacon (1909-1992) war ein in Irland geborener britischer Maler, dessen emotionsgeladene, existenzielle Bilder ihn zu einem der mächtigsten und einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts machten. Der in Dublin geborene und weitgehend autodidaktisch arbeitende Bacon wurde im London der Nachkriegszeit mit einem Stil bekannt, der sich durch rohe menschliche Emotionen, verzerrte Anatomie und psychologische Intensität auszeichnet. Seine Gemälde - schreiende Päpste, Kreuzigungen und gequälte Figuren, die in abstrakten Räumen gefangen sind - konfrontieren die Zerbrechlichkeit und Brutalität der menschlichen Existenz mit schonungsloser Ehrlichkeit. Beeinflusst von den Innovationen von Pablo Picasso, Henri Matisse, Alexander Calder, Marc Chagall, Salvador Dali, Joan Miro, Georges Braque, Wassily Kandinsky, Marcel Duchamp und Man Ray, nahm Bacon die Lehren der Moderne auf und entwickelte gleichzeitig eine ganz persönliche Vision, die eher in der Emotion als in der Abstraktion wurzelt. Sein Dialog mit diesen Meistern trug dazu bei, eine neue Bildsprache für das 20. Jahrhundert zu schaffen, die eine Brücke zwischen modernistischen Experimenten und psychologischem Realismus schlägt. Sein Vermächtnis erstreckt sich auf spätere Künstler wie Banksy, Damien Hirst, Jeff Koons, Andy Warhol und Jasper Johns, deren konzeptionelle Kühnheit und Erforschung der Identität Bacons anhaltenden Einfluss auf die zeitgenössische Kunst widerspiegeln. Seine Meisterwerke befinden sich in bedeutenden Museumssammlungen weltweit, darunter die Tate Britain, das MoMA, das Metropolitan Museum of Art und das Centre Pompidou. Der höchste Preis, der jemals für ein Kunstwerk von Francis Bacon gezahlt wurde, liegt bei 142,4 Millionen US-Dollar und wurde im November 2013 bei Christie's New York für Three Studies of Lucian Freud (1969) erzielt.
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