Cano - Insel, Zeitgenössisch, 21. Jahrhundert, Siebdruck, Auflage
Siebdruck
Auflage von 300 Stück
74 x 100 cm (29.1 x 39.3 in.)
Signiert, datiert und nummeriert
In neuwertigem Zustand, wie vom Verlag erworben
Mit Echtheitszertifikat
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Die Bilder dienen nur zur Veranschaulichung, das Werk wird ungerahmt angeboten.
In Cano Island findet man eine Reihe von Peter Doigs ikonischen Motiven: das lange Kanu mit seiner einfachen Form, inspiriert durch den populären Film "Freitag der 13.", Natur und Exotik mit dem Bild einer vorgelagerten Insel bei Trinidad, eine vage menschliche Form mit der mysteriösen, christusähnlichen und hippiesken Silhouette des Rockstars Berry Oakley.
"Das Gefühl, mit der Erde verbunden zu sein, aber nur knapp, wie in einem Traum" - Peter Doig.
In dieser Komposition bleibt das Gesicht absichtlich unklar - der Schwerpunkt liegt auf dem dunklen Wasser. Von dieser Landschaft geht eine eigentümliche Stimmung aus. Der einsame Reisende in einem rosa Kanu ist scheinbar ein Schiffbrüchiger in der Nähe einer tropischen Insel vor einem magischen Himmel bei Sonnenuntergang. Doigs Kunst hat eine starke existenzielle Qualität, die an Edward Munch erinnert und die seine persönlichen nomadischen Erfahrungen widerspiegelt, die ihn zu Fragen wie "Warum bin ich hier?" führten.
PETER DOIG
Einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler, der 1959 in Schottland geborene Peter Doig, war die zentrale Figur bei der Wiederbelebung der Malerei in der zeitgenössischen Kunstszene in den 90er Jahren. Gegenwärtig sind seine oneirischen Landschaften bei weltweit führenden Sammlern und Museen sehr begehrt.
Nach einer Kindheit in Trinidad und Kanada kehrte Doig erst im Alter von zwanzig Jahren nach Großbritannien zurück, um Kunst zu studieren. Er wurde 1994 für den Turner-Preis nominiert, was seine öffentliche Anerkennung festigte. Themen des magischen Realismus ziehen sich wie ein roter Faden durch die Gemälde von Peter Doig, die zeitlose Momente vollkommener Ruhe festhalten. Doigs traumhafte Darstellungen sind oft mit geisterhaften menschlichen Spuren in einer sinnlichen Farbpalette durchsetzt.
Viele von Doigs Werken stellen Landschaften dar, die formal und konzeptionell vielschichtig und teilweise abstrakt sind, wobei einige an die verschneiten Szenen seiner Kindheit in Kanada erinnern. Seine Werke basieren zwar häufig auf gefundenen Bildern (Fotografien, Zeitungsausschnitte, Filmszenen, Plattencover), sind aber nicht fotorealistisch gemalt. Doig verwendet die Fotos stattdessen nur als Referenz
"Es ist, als ob plötzlich Erinnerungen von dem Ort auftauchen, den ich gerade verlassen habe, und ich muss mich durch sie hindurcharbeiten, um an diesen anderen Ort zu gelangen" - Peter Doig
Die Kanus sind zu einem inspirierenden Bild in seinem gesamten Werk geworden; ihre Reflexion im Wasser ist ein Fantasiespiegel für das Unbekannte. Dieser einfallsreiche Stil, die sinnliche Farbpalette und die suggestive Bildsprache werden auch in Peter Doigs Grafiken durch den meisterhaften Einsatz verschiedener Drucktechniken beibehalten. Peter Doig gehört zu den wegweisenden figurativen Künstlern der Gegenwart. In jüngster Zeit wurden große Einzelausstellungen in Institutionen wie der Fondation Beyeler, Basel, den National Galleries of Scotland, Edinburgh, dem Musée des Beaux-Arts de Montreal, der Gallery Met an der Metropolitan Opera, New York, und der Tate Britain, London, gezeigt. Sein Auktionsrekord für das 1991 entstandene Gemälde Rosedale wurde im Mai 2017 bei Phillips New York für über 28 Millionen Dollar verkauft.
Der Kunstkritiker Jonathan Jones sagte über Doig: "Inmitten all des Unsinns, der Hochstapler, des rhetorischen Blödsinns und des reinen Mülls, der im 21. Jahrhundert als Kunst durchgeht, ist Doig ein Juwel an echter Vorstellungskraft, aufrichtiger Arbeit und bescheidener Kreativität."