Peter Saul Shicago Justus Lithographie 1971 (aus Conspiracy: The Artist as Witness):
Kräftige, helle, handsignierte Lithografie von Peter Saul aus dem Jahr 1971, die den Aktivisten Bobby Seale zeigt, der durch Injektionen mit der Aufschrift "SHICAGO" und "JUSTUS" gebändigt wird.
Seale (geb. 1936) gründete zusammen mit dem Aktivisten Huey P. Newton die Black Panther Party. Während Seale als Angeklagter wegen Verschwörung und Anstiftung zum Aufruhr im Anschluss an den Parteitag der Demokraten 1968 in Chicago, einer der "Chicago Eight" Angeklagten, vor Gericht stand, behauptete er wiederholt, dass ihm sein verfassungsmäßiges Recht, sich selbst zu verteidigen, verweigert wurde, und er wurde wegen Missachtung des Gerichts verurteilt. Dann wurden Seale Handschellen angelegt, die Beine an einen Stuhl gefesselt und ein Klebeband um seinen Mund gelegt, um ihn daran zu hindern, im Gerichtssaal zu sprechen. Obwohl er in diesem Fall nie verurteilt wurde, verurteilte ihn der Richter am 5. November 1969 wegen 16 Fällen von Missachtung zu vier Jahren Gefängnis.
Farblithographie 1971.
15.75 x 23,75 Zoll. Künstlerabzug, abgesehen von der Auflage von 150 Stück.
Insgesamt sehr guter Vintage-Zustand. Ein schönes, gut erhaltenes Exemplar mit kräftigen, leuchtenden Farben.
Am unteren Rand mit Bleistift signiert, datiert und bezeichnet "Artist's proof", rückseitig mit dem Copyright-Tintenstempel des Künstlers.
Gedruckt von Bank Street Atelier, New York, mit dem Blindstempel unten rechts.
Veröffentlicht von David G. Godine Publishers und dem Center for Constitutional Rights, New York.
Literatur/Referenzen:
Allison Carey, A Space for Dialogue 99, When Art Intersects History, Hanover, New Hampshire: Hood Museum of Art, Dartmouth College, 2020.
Peter Saul ist ein zeitgenössischer amerikanischer Maler, der für seine genreübergreifenden Gemälde bekannt ist, die die amerikanische Kultur persiflieren. Beeinflusst durch den Cartoon-Stil des MAD-Magazins, verwendet Saul Day-Glo-Farben und üppige Formen als Folie für seine alptraumhaften Inhalte. Eines seiner berühmtesten Werke, Saigon (1967), verkörpert das Chaos und die Deformationen, die für Sauls Szenen typisch sind, und bietet dem Betrachter eine fieberhafte, bonbonfarbene Vision des Vietnamkriegs. "Es macht mir Spaß, ein niedriges Thema zu finden und es nach oben zu bringen", hat er gesagt. "Ich denke, mit einer starken Technik kann man bestimmte Dinge verherrlichen. Sie können die Bilder schärfer, runder und grundsätzlich besser aussehen lassen" Er wurde am 16. August 1934 in San Francisco, Kalifornien, geboren und studierte an der California School of Fine Arts, bevor er 1956 einen BFA-Abschluss an der Washington University in St. Louis erwarb. Nach seinem Schulabschluss lebte er in Europa, wo er den surrealistischen Maler Roberto Matta und den amerikanischen Kunsthändler Allan Frumkin kennenlernte, der ihn drei Jahrzehnte lang vertrat.
Im Jahr 2008 wurde eine Retrospektive seiner Werke im Orange County Museum of Art in Newport Beach gezeigt, die anschließend in die Pennsylvania Academy of Fine Arts in Philadelphia und schließlich in das Contemporary Art Center in New Orleans wanderte. Im Jahr 2010 wurde er in die American Academy of Art and Letters gewählt. Heute befinden sich Werke von Saul unter anderem in den Sammlungen des Whitney Museum of American Art in New York, des Center Georges Pompidou in Paris, des Museum Ludwig in Köln und des Stedelijk Museum in Amsterdam.
Verwandte Kategorien:
Schwarze Panther. Protestkunst. Aktivistische Kunst. 60er Jahre Pop Art. 70er Jahre Pop Art. Tom Wesselmann. Schwarze Kunst. Comic Cartoon Kunst.