Vanitas, 2018
Kupferstich 250 x 165 mm. Zeitgenössische Kunst
Der junge sizilianische (italienische) Maler Simone Geraci wurde 1985 in Palermo geboren, wo er lebt und arbeitet. Im Jahr 2012 schloss er sein Studium an der Accademia di Belle Arti in Palermo mit dem Hauptfach Kunstgrafik ab.
Als Maler, Illustrator und Graveur arbeitet er mit italienischen und internationalen Kunstgalerien zusammen. Heute ist er künstlerischer Leiter des Verlags "Il Palindromo".
Seine Werke zeichnen sich durch eine monotone Farbgebung aus, seine bevorzugte Farbe ist Rot, auch wenn er sich in den letzten Jahren auf die Farben Blau und Natur erweitert hat.
Das Werk von Simone Geraci, einem jungen Künstler aus Palermo, ist eine Mikrowelt aus scheinbar unbeweglichen Figuren, gesättigten Farben und schwebenden Blicken.
Simones Frauen, seine Porträts und Akte harmonieren perfekt mit den Figuren und geometrischen Formen, die durch die Verwendung von Schiefer als Element des Bruchs, der Zensur und des Paradoxons entstehen.
Der kreative Prozess beginnt mit der Suche nach Porträtfotos oder Aktfotos, die oft im Internet oder auf Flohmärkten gefunden werden. Er sucht in ihnen die notwendige Anregung, um über die kompositorische Struktur und die möglichen Beziehungen und Spannungen innerhalb des Werks zu spekulieren. Um eine starre Ausführung zu vermeiden, zieht er es vor, die Figur direkt in Fusaggine oder in Öl zu skizzieren, wobei er die fast natürliche Tendenz bevorzugt, die dargestellten Formen zu "manieren". Diese direkte Herangehensweise ermöglicht es, bereits in der Entwurfsphase diejenigen Teile zu korrigieren oder zu verändern, die mit dem Gleichgewicht zwischen Formen und Raum nicht vereinbar sind. Die dargestellten Sujets stammen aus Archivfotos, Vintage-Akten oder Porträts, die auf einen Kanon von Schönheit und Formen aus einer Vergangenheit verweisen, die gar nicht so weit von unserer Gegenwart entfernt ist. Es besteht die Absicht, dem Betrachter eine Vorstellung von aufgehobener Zeit zu suggerieren, in der die Figuren oder Porträts gefesselt und hilflos sind. Es ist ein Zustand scheinbarer Unbeweglichkeit, in dem sich Spannungen und Aktionen auf die Blicke, ihre Fluchtpunkte und die kleinsten, vorsichtigen Gesten beschränken. Die Monochromie verleiht der Komposition und dem dargestellten Thema eine Idee der Suspension; sie trägt zur Schaffung einer Mikrowelt bei, in der die Zeit ihren natürlichen Fluss unterbricht. Es handelt sich um eine Art, eine auf ein Minimum reduzierte gestische Ausdruckskraft zu betonen und zu nutzen, bei der die Subjekte mit den geometrischen Figuren, echten Architekturen, die den Blick des Betrachters oft in Richtung des Drehpunkts des Werks begleiten, ins Gespräch kommen. Es handelt sich um eine Malerei, die sich oft, oder fast immer, mit der Kunst der Vergangenheit, ihren Sitten und Materialien beschäftigt.