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ÜBER:
Die exotische Maschinerie, wie Bill Phelps sie nennt, ist die zentrale Bildsprache seiner jüngsten Ausstellung. Diese dynamischen und aussagekräftigen Fotografien, die auf dem Montlhéry Autodrome, einer Rennstrecke in Linas, Frankreich, aufgenommen wurden, geben Bilder der Kultur der 20er Jahre wieder. Als leidenschaftlicher Sammler und Liebhaber von Motorrädern zeigt Phelps ausschließlich Vorkriegsfahrzeuge, was diese Zeit noch mehr in Erinnerung ruft. Selten und unersetzlich zugleich, wird der Gegenstand zu etwas Ephemerem. Das Wunder ist genau das: ein Moment der vorübergehenden Reise an einen fernen und doch seltsam vertrauten Ort, die Beziehung zwischen dem Gefühl von Macht und Komfort zugleich. Phelps' Fotografien haben eine erstaunliche Tiefe und Schönheit, die in ihrer völligen Mystik am besten zur Geltung kommt.
Phelps' fotografischer Stil hat etwas ganz und gar Fantastisches an sich. Indem er etwas in den Fokus rückt, das man nicht oft sieht, wie in einem seiner großen Stillleben mit Zahnrädern und Metallteilen, bietet er einen Blickwinkel, der sowohl unglaublich originell als auch zutiefst eigen ist. Phelps sagt, er sehe diese Rennwagen als eine Art mythologische Bestien, und seine Vision ist ganz offensichtlich. Die Autos werden zu energiegeladenen, schurkischen, starken Wesen. In einem anderen Bild, einer abstrakten Darstellung von Stahlwaggonmaschinen, gibt er dieselbe Persönlichkeit wieder. Obwohl sich viele der Fotos nicht bewegen, wirken sie auf eine Weise, die pure Geschwindigkeit und starke Bewegung suggeriert. Auch mit einem bescheidenen Sinn für Heldentum wird das Endergebnis zu etwas ganz und gar Filmischem.
In seiner ersten Ausstellung, in der Phelps Farbe verwendet, kann er eine zusätzliche Stimme vermitteln. Seine Farbpalette ist vor allem dunkel und gedämpft, was das Gefühl des Geheimnisvollen noch verstärkt. Die Bilder aus den 1920er Jahren sind in der Regel in Schwarz-Weiß gehalten, so dass wir die schönen Farben oft vergessen. Durch die Farbfotografie, mit der er Oldtimer einfängt, stellt er insgesamt die wahre Dreidimensionalität seiner Erfahrung dar. Phelps erweckt diese antiquierten Bilder auf eine sehr revivalistische Weise zu neuem Leben. Die satten, aber subtilen Farben von "AUTODROME" erinnern an die rauschende Plakatkunst dieser Generation und suggerieren die umwerfende Vitalität dieser Zeit.
Auch das einladende Bild "Fiat" steht für genau das. Das tiefe Kastanienbraun auf der Motorhaube des Rennwagens und die Grautöne von Helm und Brille vermitteln ein historisches und doch jugendliches Gefühl. Eine Wärme und Energie, die aufrichtig nostalgisch und traumhaft ist.
Als Autodidakt hat Phelps zahlreiche Auszeichnungen für seine Fotografie erhalten, darunter den World Press Grand Prize für Porträts. Zu seinen früheren Kunden zählen die italienische Vogue, die New York Times, Harley Davidson, Sony und andere. Als Weltreisender hat er in Madrid, Sydney und Paris gelebt und ist jetzt in St. Paul, Minnesota, zu Hause.
Auto, Farbe, Abstrakt