Delos-Kolumne #4, 2014
Chromogener Lambda-Druck
Auflage von 10 Stück
30 x 20 Zoll
Wo das Licht geboren wurde. Es ist ein UNESCO-Weltkulturerbe. Es ist eine geschichtsträchtige Arche, die nur wenige Kilometer vom kosmopolitischen Mykonos entfernt träge auf den Gewässern der Ägäis schwimmt. Es ist eine Chance, um die Wiederbelebung des Glanzes der griechischen Zivilisation zu gehen. Es ist der Hohepriester der Cyclades, der Geburtsort der Unsterblichen. In der Antike machte der Mythos von der Geburt des Lichtgottes Apollo und der Göttin Artemis die Insel zu einem heiligen Ort: Kein Sterblicher durfte jemals auf ihr geboren werden. Aber da die Insel eine Wiege der Götter war, durften auch keine Sterblichen auf ihr sterben. So war die Insel nicht nur ein auffälliges religiöses und wirtschaftliches Zentrum, sondern auch ein exklusives: Selbst in den Jahren des Höhepunkts der Delianischen Allianz wurden Frauen, die kurz vor der Entbindung standen, und Menschen, die dem Tod nahe waren, auf die Nachbarinsel Rineia gebracht. Die gesamte bekannte Welt jener Zeit war sich der Heiligkeit der Insel und ihrer Einzigartigkeit bewusst.
Lee Wells ist Konzeptkünstler, unabhängiger Kurator und Autor und arbeitet seit 2000 in New York. Seine Werke und Projekte hinterfragen Macht- und Kontrollsysteme und wurden international ausgestellt, unter anderem auf der 51. Biennale von Venedig, der 2. Moskauer Biennale, im Guggenheim Museum, im NCCA Moskau, im PS1/MoMA und auf der ersten Mykonos Biennale. Er hat an vielen Schulen und Universitäten Vorträge über Kunst, Technologie und die zeitgenössische Gesellschaft gehalten, darunter: Columbia University, Princeton University, New York University, Carnegie Mellon University, School of Visual Arts, Museum of Fine Arts Boston, Moscow School of Photography, und andere. Seine Projekte und Ausstellungen wurden unter anderem in folgenden Publikationen besprochen: The New York Times, The NY Observer, The Art Newspaper, Rolling Stone, Brooklyn Rail, und Art in America. Wells war Mitbegründer des Imperfect Fluids Arts Collective, des Videokunstarchivs Perpetual Art Machine und leitender Kurator für Scope Art Fairs, bevor er im November 2013 IFAC Arts wieder ins Leben rief.