Ein Zimmer mit Aussicht" (Strange Love) - 2010
20x20cm,
Auflage von 5,
Archiv-C-Print, basierend auf dem Polaroid,
Unterschriftenlabel und Zertifikat,
Künstlerin Inventar Nr. 6147.01,
Nicht montiert.
"Ich erinnere mich nie an die Details eines Stefanie Schneider-Bildes, nur an das Ganze. Sie beschreitet einen dritten Weg zwischen Realität und Traum, der beide miteinander verbindet und meine künstlerische, visuelle Freiheit beflügelt." (Marc Forster)
Abgebildet ist ein Teil von Stefanie Schneiders Projekt 'Strange Love', die Nebengeschichte von 29 Palms, CA
Verlorene und unerwiderte Liebe hinterlässt ihre Spuren in unserem Leben als sinnloser Schmerz, der keinen Platz in der Gegenwart hat. Der Ex-Geliebte erlebt die Überreste der Liebe wie ein Amputierter die Empfindung eines Geisterglieds. Es ist die greifbare Erfahrung der "Abwesenheit", die dieses Stück inspiriert hat. Und mit den Nuancen der Erinnerung und der Vorstellungskraft habe ich mich entschieden, meine Beziehungen zu meinem Geliebten zu erforschen, wie er sich selbst darstellte, wie ich ihn erlebte und wie er von anderen erlebt wurde...
strange love" basiert auf der Geschichte von Lance (The Smoke Jumper), Eva (alias Fia) und Stefanie (alias Stella, alias Stevie), die in eine Ménage à trois verwickelt waren. Das Projekt bezieht sich auf reale Ereignisse und reflektiert über Liebe, Sexualität, Kommunikation zwischen Männern und Frauen und Wahrnehmung. Die Geschichte wurde nachgespielt, neu erfunden, unabhängig wiedergegeben.
strange_love_2004 wurde parallel zu 29 Palms, CA entwickelt.
Fragmente, Wahrnehmungen, Erinnerungen, Bilder, Worte, Emotionen, Visionen überlagern, kommentieren und überholen sich, werden zur Geschichte, während sie sich noch ereignen, hinterlassen zugleich vergängliche und feste Dokumente: Fotos, Filme, Gemälde, Texte. Jemand ist nicht da und deshalb noch mehr über.
(Maja Maria Liebau, Theaterkritikerin)
Durch den ständigen Wechsel der Perspektiven - Realitäten, Illusionen, Träume auf verschiedenen Zeitlinien - stellt sich die Frage nach Wahrheit ist unmöglich zu beantworten. Die Wirklichkeit ist zutiefst subjektiv, und die Suche nach persönlichem Glück ist eine ständige (manische) Interpretation der eigenen Wahrheit.
Beide Projekte werden gemeinsam gezeigt und ausgestellt. Beide Präsentationen beziehen sich aufeinander. Mehrere Ausstellungen und Publikationen begleiten das Projekt, um die verschiedenen Perspektiven und Interpretationen von "Wahrheit" und ihrer Fragmentierung [ der Prozess des Zerbrechens oder Aufbrechens in Fragmente ] zu zeigen.
Am Ende werden beide Projekte gemeinsam sein: Ein fiktiver Abschluss über die Liebe.