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Die erste Einzelausstellung von Laurence Salzmann in der Robin Rice Gallery zeigt die düstere Welt des Wrestlings in Santiago de Cuba. Das Wort "La Lucha" bedeutet im kubanischen Spanisch sowohl Ringen als auch Kampf. Hier bezieht sich die doppelte Bedeutung sowohl auf den physischen Kampf der jungen Ringer als auch auf den Kampf des kubanischen Volkes um das Überleben in einer wirtschaftlich und politisch unterdrückten Kultur. Beide setzen auf Stolz, Einfallsreichtum und einen unbeugsamen Geist, um sich auf der Weltbühne Respekt zu verschaffen.
Salzmanns Fotografien spiegeln eine über ein Jahrzehnt andauernde Leidenschaft wider, die mit einer Reise nach Santiago de Cuba begann, um die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern zu verbessern. Dort stieß Salzmann auf ein Fitnessstudio, in dem Jungen zwischen 8 und 18 Jahren griechisch-römisches Ringen lernen. Zu Hause angekommen, gingen ihm die Silhouetten junger Sportler beim Training nicht mehr aus dem Kopf.
Diese klassische Serie von achtzehn Fotografien in der Größe von 11″ x 14″ bis 20″ x 24″ sind Silbergelatineabzüge. Mit seiner Hasselblad macht Salzmann ungestellte, fast voyeuristische Aufnahmen, die ein intimes und universelles Porträt der menschlichen Widerstandskraft zeigen. Während Salzmanns Arbeit in der Tradition der Sozialdokumentation verwurzelt ist, erzählen die exquisit gedruckten Bilder eine Geschichte der persönlichen Entdeckung, die alle Altersgruppen und Kulturen anspricht. Salzmann, der sich schon früh von amerikanischen Fotogrößen wie Walker Evans und Paul Strand inspirieren ließ, baut eine Beziehung auf, in der sich die Porträtierten in seiner Gegenwart wohl fühlen.
Auf dem einladenden Bild "Ascending" sehen wir vier Jungen, die mit ihren einzigen Mitteln trainieren, ihren sehnigen Körpern und den Betontreppen der primitiven Turnhalle. Jeder Junge hält sich an den Knöcheln eines anderen fest, während sie auf den Händen die Treppe hinaufsteigen. Die schräge Treppe, die dreieckigen Formen der ineinander verschlungenen Gliedmaßen des Jungen und die braunen Körper vor der kahlen weißen Wand schaffen ein fesselndes Bild, das über seinen dokumentarischen Ursprung hinausgeht und künstlerisch ist. Aus der Ferne betrachtet erinnert es an die altgriechische Pinseltechnik in roter Farbe, mit der feine Töpferwaren verziert wurden.
Auf dem Bild "Jump of the Tiger" springt ein junger Mann über den Rücken eines anderen. Die intensive Körperlichkeit der Bewegung des Ringers wird durch das Schwanken und die Anmut des in der Luft gefangenen Körpers gemildert, der in seinem Bogen fast tänzerisch wirkt.
Salzmanns "La Lucha"-Fotografien werden sowohl in dieser Ausstellung als auch im gleichnamigen Fotobuch durch die ausdrucksstarken Gemälde des kubanischen Künstlers Luis El Estudiante ergänzt. In "Lucha con un Cocodrilo" stellt der Künstler einen Ringer dar, der mit einem Augenzwinkern über ein Krokodil triumphiert. Das Gemälde spiegelt die kubanische Haltung wider, die die Schwierigkeiten, denen sie begegnen, auf die leichte Schulter nimmt.
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