Alfredo Gisholts Verständnis für Komposition zeigt sich in dieser abstrakten Landschaft in Öl auf Leinwand. Die Bildsprache, die den Gestaltungsprinzipien folgt, reicht aus, um ein Gefühl für die Landschaft zu vermitteln, ohne zu viel zu verraten, so dass der Betrachter die Szenerie selbst zusammensetzen kann, während er das Bild durchläuft. Der Kontrast zwischen warmen und kühlen Farben in diesem Gemälde spiegelt eine Szene wider, in der die Sonne tief am Himmel steht.
In Alfredo Gisholts "Studio"-Serie geht es vor allem um das Zusammenspiel von Licht und Schatten und die Art und Weise, wie sie in seinem Atelierraum zusammenwirken.
Alfredo Gisholt wurde in Mexiko-Stadt geboren. Alfredo besuchte die Academia de San Carlos, hat einen BFA der Florida International University und einen MFA der Boston University. Gisholt hatte Einzelausstellungen in der CUE Foundation, NYC; Forma110 Gallery und Deborah Colton Gallery, Houston; University of Maine Museum of Art, Bangor; und Recinto Project Room, Mexiko-Stadt. Alfredo Gisholts Debüt in der Deborah Colton Gallery war 2015 mit seiner kraftvollen Einzelausstellung, die auch die gesamte Galerie umfasste, Alfredo Gisholt: Canto y Calvera.
Gisholt wurde bereits in Beer with a Painter, Hyperallergic, Painter's Table und The Brooklyn Rail vorgestellt. Alfredo hat in Gruppenausstellungen unter anderem in der Park Place Gallery, NYC, im Museo Morelense de Arte Contemporaneo Juan Soriano, Cuernavaca, im Museo de Arte Popular, Mexiko-Stadt und im Rose Art Museum, Waltham, ausgestellt. Gisholt lehrt an der Brandeis University und der RISD und war Gastkünstler am Vermont Studio Center, der University of Houston, dem Fashion Institute of Technology und der Boston University. Alfredo Gisholt lebt und arbeitet in Boston.
Dieses abstrakte Gemälde auf Leinwand Die hier gezeigte Ausstellung war Teil von Gisholts Ausstellung "Rituals of Perception" in der Deborah Colton Gallery. Dieses Kunstwerk drückt Alfredo Gisholts Reaktion auf zwei Orte aus: das Studio und die Landschaft an der Küste von Maine, wo er viel Zeit verbracht hat. Diese beiden Orte liefern Gisholt das Subjekt und die Struktur, aus denen er Räume zu neuen Bildrealitäten aufbaut, konfiguriert und rekonfiguriert. Die Verwandlung erfolgt durch die Anhäufung visueller Erfahrungen: das Licht, das sich durch den Raum bewegt, die Wolken, die sich am Himmel verschieben, der Stapel von Gegenständen in einer Ecke, die Ebbe und Flut der Gezeiten.
Da Alfredo Gisholts Studio ein Innenraum und die Landschaft ein Außenraum ist, ist die Dualität von Innen- und Außenraum eine Anspielung auf innere und äußere persönliche Erfahrungen. Der Dialog zwischen beiden, durch den Akt des Sehens und Reagierens, wird zu einer Metapher, aus der die Vorstellungskraft das Subjekt verwandeln kann.
Goya ist seit vielen Jahren ein wichtiger Einfluss auf Gisholts Werk, da Goya bereit ist, alle Aspekte der menschlichen Erfahrung aufzugreifen und anzusprechen. Da Goya eine der Radierungen aus der Serie Die Katastrophen des Krieges mit "Ich habe es gesehen" (Yo lo ví) betitelte, hat seine Behauptung, es gesehen zu haben, einen bleibenden Eindruck bei Gisholt hinterlassen. Die Wichtigkeit, "es" zu sehen, sei es die Landschaft oder eine Ecke im Studio, Gisholt lässt sich ganz auf dieses Ritual der Wahrnehmung ein. Das Sehen und Betrachten der Welt, die Verwendung von Farbe und MATERIAL als Beweis für die Erfahrung ermöglicht es Gisholt, jedes Bild mit einer physischen und emotionalen Realität zu versehen, die seine Bedeutung enthält.
Alfredo Gisholt
"Maine Landschaft - Abenddämmerung II"
2020
Öl auf Leinwand
21 x 18 Zoll