Über die Serie:
Gilliam begann die Serie Life Lines im Jahr 2017, nachdem sie kürzlich in den Besitz von MRT-Scans ihres Gehirns gekommen war. Die Scans, die sie stundenlang durchblätterte, faszinierten und erschreckten sie zugleich. Gilliam war sich der Schwere der als Baby erlittenen Hirnverletzung immer bewusst, aber es war das erste Mal, dass sie mit den sichtbaren Beweisen der Verletzung konfrontiert wurde. Etwa zur gleichen Zeit erlebte sie eine anhaltende Periode tiefgreifender familiärer Verluste. Beide Episoden ließen sie über den Körper in einem neuen Licht denken. Dies brachte sie dazu, die Biologie und Physiologie unseres Körpers zu studieren und die scheinbar grausame, launische Art und Weise, in der sich der Körper zwischen Stärke und Zerbrechlichkeit bewegen kann. Gilliam begann, Zeichnungen von den MRT-Aufnahmen des Gehirns anzufertigen, um zu verstehen, wie sich dessen Struktur und Bahnen bilden, um die Umstände des individuellen Wesens zu aktivieren, zu dem wir werden. Im Laufe der Serie hat sich die Bildsprache in die Abstraktion aufgelöst und etwas Existenzielleres eingefangen. Die sich wiederholenden Zeilen enthüllten Rhythmen, und die Muster bildeten Gespräche. Letztendlich hat sich Life Lines zu einer visuellen Geschichte über Verbindungen entwickelt, die den menschlichen Körper mit seiner physischen, metaphysischen und zwischenmenschlichen Umgebung verknüpft.
Über den Künstler:
Claire Gilliam ist eine englische Fotografin, Grafikerin und Malerin, die in ihrem Haus und Studio in Warwick, NY, lebt.
1997 schloss sie ihr Studium der Bildenden Kunst an der Sheffield Hallam University in Großbritannien mit einem BA(Hons) ab und absolvierte im Jahr 2000 das Professional Certificate in Photography am Rockport College, Maine. Sie hat bei Fotografen wie Arno Minkkinen und John Goodman sowie bei Chuck Kelton, dem Meister des Gelatinesilberdrucks, und Vijay Kumar, dem Meister der Druckgrafik, gelernt. Sie ist Assistentin der Autorin und Kunstfotografin Barbara Mensch.
Ihre Werke wurden in ganz Europa und den USA ausgestellt und befinden sich in mehreren privaten und öffentlichen Sammlungen, darunter die ICP Library Print Collection und das Goethe-Institut. In den Jahren 2014 und 2015 waren mehrere ihrer Werke in einer Wanderausstellung mit dem Titel "Embody: The Gender Issue" in mehreren Städten in Indien und Sri Lanka zu sehen. Im Jahr 2019 stellte sie ihre Einzelausstellung "Life Lines" aus.
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Tinte auf Papier $1.400 ungerahmt, Rahmen 200$