Deb Covell geht es in ihrer Praxis darum, eine Form ins Leben zu rufen, indem sie das materielle und konzeptionelle Potenzial von Farbe erkundet. Sie wendet eine extrem reduzierte Methodik an, die frei von visuellem Rauschen, Mimikry und bildlichen Illusionen ist und nur das Absolute und Wesentliche festhält.
Hinter der scheinbaren visuellen Einfachheit ihrer Arbeiten verbirgt sich ein langwieriger und rigoroser Prozess, der von Hinterfragung und Veränderung geprägt ist. Jedes Stück offenbart einige der körperlichen und geistigen Handlungen und Entscheidungen, die während des Entstehungsprozesses stattgefunden haben, und wird durch die zurückgelassenen Spuren deutlich gemacht.
Sie produziert gemalte Formen auf der Oberfläche einer Leinwand, wobei sie diese Formen sowohl systematisch als auch willkürlich erreicht, bis das Werk schließlich zu sich selbst wird. Dichte Schichten von Acrylfarbe werden auf gespannte Kunststoffplatten aufgetragen, die dann abgezogen werden, um einen Träger zu schaffen. Danach folgen schwarz-weiße diagonale Streifen, die Die Bilder werden schnell und willkürlich auf diese Untergründe gemalt, wodurch eine räumliche Tiefe und eine dynamische Energie in den Gemälden entsteht. Schließlich wird ein verlangsamter, überlegter Ansatz gewählt, bis die Diagonale der Parallele weicht und ein ausgewogenes Gleichgewicht in jedem Bild erreicht ist. Es folgt ein Prozess des Faltens, Knitterns, Schneidens und Zusammenlegens, bis eine skulpturale Form A entsteht.
Zu den wichtigsten Referenzen gehören die Abstraktion des frühen 20. Jahrhunderts, insbesondere die reduzierte, geometrische Sprache von Piet Mondrian und Theo van Doseberg sowie die russischen Suprematisten.
Deb Covell (geb. 1966, Stockton on Tees) lebt und arbeitet in Teesside. Sie erhielt ihren BA in Bildender Kunst von der Liverpool Polytechnic (1989) und ihren MA in Bildender Kunst von der University of East London (2002).
Zu den jüngsten Ausstellungen gehören Bauhaus Babies, ODETTA, Brooklyn, NY (2016): Here And Now, OBJECT / A, Manchester, Großbritannien (2016): Real Lines, Gray Contemporary, Houston, Texas ,USA. (2016) : The Fold, Blyth Gallery, Imperial College, London, UK, (2016):Transparent Things, Vane, Newcastle ,UK ,Real Painting, Castlefield Gallery , Manchester, UK (2015); We Insist, Internationale Biennale für nicht objektive Kunst, Pont de Claix, Frankreich (2015); Secret, Royal College of Art, London, UK (2015) Fall of the Rebel Angels, Riva Dei Sette Martiri, 55th Venice Biennale,(2015); Sha Boogie Bop, Anonymous Gallery, New York ,USA (2014); From Nowt to Summat, MIMA, Middlesbrough (2014); Absolute Zero, PS2, MIMA , Middlesbrough (2014); Zero, Untitled Gallery, Manchester, UK (2013); North South Divine, WW Gallery, London, UK (2013).
Sie war Finalistin des Aesthetica Art Prize 2014 und ihre Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, darunter die MIMA Collection, Middlesbrough, UK.