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Jesse Soifer
Neoexpressionistische abstrakte surrealistische Figuren, #141 Philadelphia Künstler

ca. 1990

528,43 €

Angaben zum Objekt

Jesse Soifer (1932-2013). Ohne Titel #141 ca. 1990. Tusche- und Papiercollage, Blattgröße 14 x 15 Zoll. Nicht signiert. Nachlassstempel auf der Rückseite des Blattes mit Zuordnungsnummer. Frühes Leben und Bekanntheitsgrad Soifer, der seit seiner Kindheit künstlerisch tätig ist, erlangte bereits als Schüler der Chester High School in Chester, Pennsylvania, internationale Anerkennung. Mehrere seiner Aquarelle wurden im Rahmen der Gimbels Junior Scholastic Art Exhibition und des Red Cross Exchange Program in Europa ausgestellt. Dieser frühe Erfolg markierte den Beginn einer produktiven Karriere, die sich über mehr als 70 Jahre erstreckte. In dieser Zeit nahm er an über 300 Gruppenausstellungen und zahlreichen Einzelausstellungen in den Vereinigten Staaten und Paris teil, für die er Preise erhielt und von der Kritik gelobt wurde. Künstlerische Entwicklung und Epochen Soifers Karriere lässt sich in drei verschiedene Perioden unterteilen, die jeweils von einem großen stilistischen Durchbruch in den frühen 1960er Jahren und in den späten 1980er Jahren geprägt sind. In allen Phasen blieb er einem einzigen Medium treu: Farbtinte auf Papier. 1950s-1963: Abstrakte Grundlagen Die Werke der späten 1950er Jahre sind vor allem ungegenständlich und experimentell und spiegeln den Einfluss des Abstrakten Expressionismus wider. Diese frühen Werke betonen die Geste, die Spontaneität und das Ausdruckspotenzial von Form und Farbe. 1964-1988: Das Auftauchen der Figur Ab 1964 führt Soifer figurative Elemente ein, die oft verzerrte menschliche Formen darstellen. Beeinflusst von der Art Brut, lehnte er konventionelle Schönheitsideale ab und verwendete stattdessen willkürlich leuchtende Farben und übertriebene Formen, um ihre Ausdruckskraft zu erhalten. Seine Technik - verwaschene Lavierungen und auslaufende Linien - spiegeln weiterhin seine Wurzeln im Abstrakten Expressionismus wider. Von diesem Zeitpunkt an blieb sein Werk konsequent figurativ. 1989-2013: Wiederaufbau und Transformation Um 1989 begann Soifer mit einer radikalen Überarbeitung seines früheren Werks. Er entwickelte ein neues Verfahren, bei dem er Zeichnungen aus den Jahren 1964-1988 zerlegte und neu zusammensetzte. Indem er Fragmente ausschneidet und neu zusammensetzt, schafft er vielschichtige Kompositionen, in denen Vergangenheit und Gegenwart nebeneinander bestehen. Viele Werke behalten ihre ursprünglichen Monogramme und Datierungen bei, eine bewusste Entscheidung, die den Betrachter verwirren und gleichzeitig spielerisch Widersprüche und Paradoxe erzeugen kann. Diese Collagen zeigen oft drei oder vier Figuren, die wie Darsteller auf einer Bühne angeordnet sind. Mit diesem Format begann für Soifer eine lange Periode der Wiederholung und subtilen Variation. Die daraus resultierenden Kompositionen suggerieren eine Erzählung, widersetzen sich aber letztlich einer eindeutigen Interpretation und betonen stattdessen Mehrdeutigkeit und psychologische Spannung. Seine Methode spiegelt umfassendere Themen der Erinnerung und Identität wider - wie persönliche Geschichten auf der Suche nach Bedeutung aufgebrochen und rekonstruiert werden. Die Schichten überlagern sich wie Erinnerungsfragmente und verwischen die Grenzen zwischen Erinnerung und Vorstellung. Die Figuren selbst verkörpern Widersprüche: verspielt und doch beunruhigend, charmant und doch bedrohlich. Sie scheinen sich sowohl zu materialisieren als auch aufzulösen, wie verblassende Erinnerungen oder Erscheinungen. Waffen, Fahnen und Blumensträuße sind immer wiederkehrende Motive und fungieren gleichzeitig als Objekte und Symbole. Wiederkehrende Themen: Die Mummers Parade Paraden, Menschenmengen und insbesondere die Philadelphia Mummers Parade wurden zu immer wiederkehrenden Themen in Soifers Werk. Anstatt das Ereignis zu dokumentieren oder zu feiern, betrachtete er es als eine Quelle visueller und psychologischer Komplexität. Die aufwändigen, jenseitigen Kostüme, die keinen eindeutigen kulturellen oder historischen Bezug aufweisen, boten einen fesselnden Einstieg in die Thematik der Transformation und der alternativen Realität. Der Geist der Parade als zeitweiliger Ausbruch aus der Konvention deckt sich eng mit Soifers künstlerischen Anliegen und ist somit eine natürliche und dauerhafte Quelle der Inspiration. Collections, Ausstellungen und Karriere Soifers Werke befinden sich in bedeutenden Sammlungen, darunter das Philadelphia Museum of Art, das Portland Art Museum (Oregon), die Free Library of Philadelphia Art Collection, die DuPont Collection und die Bell Atlantic Corporate Headquarters. Seine abstrakten Aquarelle wurden ausgewählt, um zusammen mit Werken von Willem de Kooning und anderen bekannten Künstlern durch Europa zu touren. Das Philadelphia Mummers Museum unterhält eine ständige Sammlung seiner Paradeskizzen. Seine Arbeiten wurden in Art News, The Philadelphia Inquirer und The New Yorker positiv besprochen. Neben seiner Tätigkeit im Studio erwarb Soifer ein Lehrdiplom des Philadelphia Museum of Art und ein MFA an der Tyler School of Fine Arts der Temple University. Er unterrichtete 30 Jahre lang im Schulsystem von Ridley Township und gab außerdem Kurse am Cumberland County College.
  • Schöpfer*in:
    Jesse Soifer (1932 - 2013, Amerikanisch)
  • Entstehungsjahr:
    ca. 1990
  • Maße:
    Höhe: 38,1 cm (15 in)Breite: 35,56 cm (14 in)
  • Medium:
  • Bewegung und Stil:
  • Zeitalter:
  • Zustand:
  • Galeriestandort:
    Wilton Manors, FL
  • Referenznummer:
    1stDibs: LU245217835222

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Materialien

Papier, Tinte

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