Abstrakte Komposition, Originalgemälde von Pierre Coquet (1926 - 2021)
Öl auf Papier auf Karton gelegt
Rahmen mit einem schwimmenden Rahmen aus Eiche natur
45 x 57 x 2,5 cm ( 50 x 62 x 3,5 cm inkl. Rahmen )
Dieses Kunstwerk zeichnet sich durch eine dichte, mit Ölfarbe geschaffene Komposition aus. Die Oberfläche ist vollständig mit rechteckigen und geschwungenen Pinselstrichen bedeckt, die in dicken, geschichteten Texturen aufgetragen werden, wobei die Palette von Rot-, Braun-, Grün- und Ockertönen dominiert wird. Hellere Striche in cremefarbenen oder grünlichen Tönen kreuzen das Stück diagonal und schaffen ein dynamisches visuelles Netzwerk.
Der Pinselstrich ist sichtbar, kurz und strukturiert und wird wiederholt und rhythmisch ausgeführt. Die Rahmung ist eng, es gibt keine visuellen Ruhezonen, und das Gemälde reicht bis an den Rand der Leinwand. Der helle Holzrahmen bietet einen subtilen Kontrast zu den satten Farben des Gemäldes.
Die abstrakten Gemälde von Pierre Coquet machen einen großen Teil seines künstlerischen Schaffens aus.
Seine ständige Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Form und Farbe sowie seine Leidenschaft für Nicolas de Staël, André Lanskoy, Alfred Manessier... führen ihn auf andere Pfade als die, die wir normalerweise von seinem Werk kennen. Sein Malstil ist kraftvoll und durchdacht: Linien ziehen sich über die Leinwand, und harmonische Pinselstriche, die mit Zurückhaltung aufgetragen werden, offenbaren eine tiefe Sensibilität für Farben.
Provenienz: Atelier des Künstlers (auf der Rückseite gestempelt und nummeriert)
Pierre Coquet (1926-2021) war ein französischer Maler, der in Lima in der Nähe von Lyon, Frankreich, geboren wurde. Er trat 1942 in die École des Beaux-Arts in Lyon ein und studierte bei Antoine Chartres, Henri Vielly und René Chancrin. Er gewann 1945 einen Preis und schloss sich einer Bewegung an, die versuchte, außerhalb jeder etablierten Schule zu existieren, die mit "ism" endet (wie Impressionismus, Kubismus etc.etc.). Diese Bewegung, die zwischen der Figuration und der Wiedergeburt der abstrakten Kunst angesiedelt war, brachte junge Künstler unter dreißig Jahren zusammen, die sich nicht einer bestimmten Technik unterwerfen wollten.
Zum "Sanzismus" (wörtlich: "ohne Ismus") gehörten unter anderem Maler wie James Bansac, Roger Bravard, André Chaix, Jean Mélinand, Paul Clair, André Cottavoz, Pierre Doye, Jean Fusaro, Jacques Truphémus, André Lauran, Édouard Mouriquand, Pierre Palué, Paul Philibert-Charrin, Antoine Sanner und Françoise Juvin. Letztere wurde 1948 seine Frau.
1949 nimmt er an einer Ausstellung im Genfer Musée de l'Athénée teil, die den Titel "Elf französische Maler" trägt, neben Jacques Truphémus und Jean Fusaro. Françoise und Pierre ließen sich 1950 in Paris nieder. Dort lernt er Alexandre Garbell kennen, der ihn ermutigt und dessen Kurse er in seiner Akademie am Boulevard de Clichy besucht.
Während er als Kunstlehrer an der Corvisart-Schule in Paris arbeitete, malte er neben seiner Lehrtätigkeit weiterhin ausgiebig.
Zu seinen Hauptthemen gehören "Assemblagen von Objekten", die an Giorgio Morandi erinnern, Pariser Dächer, Stillleben, menschliche Figuren in verschiedenen Situationen und Abstraktion.
Er war ein aufrichtiger und bescheidener Mann, introspektiv und tief kontemplativ, und er drückte gerne seine Überzeugung aus, dass "alle Maler mit den gleichen Schwierigkeiten konfrontiert sind, wenn sie versuchen, unaussprechliche Emotionen durch die Malerei auszudrücken. Alles ist möglich, solange es wahr ist", würde Pierre sagen.
Ich kenne Pierre seit langem und habe mehrere Ausstellungen mit seinen Bildern organisiert. Ich leite nun sein gesamtes Studio und biete wunderschöne figurative und abstrakte Gemälde und zahlreiche Zeichnungen in verschiedenen Größen an.
Pierre arbeitete jeden Tag in seinem Studio, wenn er es brauchte. Die Malerei war für ihn lebenswichtig.
Die Gemälde von Pierre Coquet sind Teil der Sammlung des Musée Paul Dini in Villefranche. Dieses bekannte Museum hat häufig Werke der Gruppe "Sanzist" ausgestellt.