David Gerstein
Ausgebildet auf mehreren Kontinenten (Bezalel Academy in Jerusalem, in Paris an der Ecole Supérieure des Beaux-arts, der Art Student League in New York und der St Martin's School of Art in London), hat David Gerstein im Laufe seiner 50-jährigen Karriere eine hybride Praxis und Ästhetik entwickelt. An der Schnittstelle von Pop Art, Minimalismus und optischer Kunst spiegelt seine Kunst diese pluralistische und kosmopolitische Dimension wider: ein lebendiges Werk. Seine Herangehensweise ist geprägt von Formschnitt und Figuren; ein Prozess, den er mit seiner Kindheit und Jugend in Verbindung bringt, als er seinem Vater in seiner Lederschneiderei half. Die Farbe, die immer lebendiger und poppiger geworden ist und den Werken Bewegung verleiht, ist ebenso zentral. (Gerstein ist ein "Kunsthandwerker".) Er schneidet Stahl und Aluminium, die er dann bemalt, um seine Figuren und Szenen in dreidimensionale Strukturen und Wandgestaltungen einzuschreiben, die eine unveränderliche und zugleich lebendige Eigenschaft haben. Die "Gemälde" und Kompositionen, die er nachstellt, stammen aus der Welt der Kindheit, Szenen aus dem Alltag, der Familie, dem Sport, der Musikwelt, dem Stadtleben oder auch aus der Tier- und Pflanzenwelt. Er verwendet vertraute Figuren und Alltagsgegenstände, aber auch abstraktere Formen, ohne Hierarchie; Darstellungen, mit denen sich jeder identifizieren kann und aus denen sich neue Geschichten erzählen lassen. Nach zahlreichen Projekten und öffentlichen Aufträgen in der ganzen Welt (Frankreich, Vereinigte Staaten, Israel, Singapur) erhält sein Werk eine ganz neue Dimension, wenn es mit externen Umgebungen, mit offenen Räumen konfrontiert wird und somit in den Bereich der so genannten monumentalen Arbeiten fällt. Zu seinen öffentlichen Projekten und Arbeiten im öffentlichen Raum gehören seine Skulpturen für das Hsinchu-Stadion in Taïwan (2002), seine Ausstellungen an der Hebräischen Universität Jerusalem (1985, 1999 und 2003), sein Projekt Presence-Present für die Jerusalemer Biennale für zeitgenössische jüdische Kunst (2015) oder kürzlich (2017) seine Skulpturen für den Nationalpark der Provinz Guizhou in China. Seine Arbeiten wurden auch im Ramat-Gan Museum of Israeli Art, im Performing Arts Center in Tel-Aviv, im Ashod Museum of Art, im MoBY (Museums of Bat Yam), im Haifa Museum of Contemporary Art ... ausgestellt. "Die Arbeit an den Außenskulpturen macht mir besonders viel Spaß, weil sie mich mit verschiedenen technischen Problemen konfrontiert. Ich muss den Ort, die Umgebung und die Lebensweise der Menschen berücksichtigen. Das ist eine echte Herausforderung für mich und eine logische und wesentliche Weiterentwicklung meiner Arbeit".