ÜBER DAS KUNSTWERK
Das Gemälde "For the first time I see myself so clearly" aus der "Inner Garden Series" zeigt den tiefgreifenden Prozess der Selbstfindung, bei dem ein Mensch die Fähigkeit erlangt, sein Wesen ohne die von der Außenwelt auferlegten Verzerrungen zu sehen. Es ist eine Geschichte des inneren Erwachens, in der es um die Begegnung mit sich selbst und die Akzeptanz der eigenen einzigartigen Natur geht.
Der Sinn des Gemäldes besteht darin, die eigene Komplexität und vielschichtige Identität anzunehmen. Die dargestellte Figur versucht nicht mehr, sich in einen äußeren Rahmen einzufügen, sondern versteht, dass ihre wahre Schönheit in der einzigartigen Kombination von Elementen liegt, die einst unvereinbar oder unerwünscht schienen. Es gibt keinen Raum mehr für Scham über ihr Anderssein oder Angst vor Verurteilung - nur noch ein reines Verständnis ihres Wertes.
Dieses Werk berührt auch das Thema der Interaktion mit der umgebenden Welt. Sie ermutigt dazu, die von anderen auferlegte Perspektive loszulassen und sich selbst mit Ehrlichkeit und Respekt zu betrachten. Es ist nicht nur ein Moment der Klarheit, sondern ein entscheidender Wendepunkt, an dem der Einzelne beginnt, sich in Harmonie mit seiner Umwelt zu sehen, ohne von ihr vereinnahmt zu werden.
Das Gemälde vermittelt eine Botschaft über die Schönheit innerer Freiheit und die Stärke, die aus der Umarmung aller Aspekte der eigenen Person entsteht - sowohl der hellen als auch der dunklen, der starken und der verletzlichen. Es ist eine tiefgründige Geschichte darüber, wie wir uns selbst finden können, wenn wir uns erlauben, unsere Wahrheit ohne Angst zu sehen.
Inner Garden Serie
Daria erforscht die Möglichkeit der Selbstidentifikation einer Person aus Fragmenten von Kulturen und Konzepten, ihre Arbeiten aktualisieren den Durst nach der Integrität des Individuums im sich ständig verändernden Kreislauf von Ideen und Bedeutungen. Der Künstler fragt nach der Möglichkeit, in der Metamoderne, die durch das Pendeln zwischen polaren Konzepten und das Überdenken grundlegender Ideen der Vergangenheit gekennzeichnet ist, ein integraler Mensch zu sein. Ihr Werk ist eine innere Antwort auf die Frage, was Ganzheitlichkeit ist und ob es notwendig ist, nach bestimmten Idealen zu streben.
Ihre Arbeit ist auch eine äußere Antwort auf die totalitären Konzepte, die in der Gesellschaft immer noch existieren. Von oben verordnete Konzepte erfordern eine falsche Integrität, nämlich eine bestimmte Ideologie, und verfolgen alles, was über diese Konzepte hinausgeht. Geboren an der Schnittstelle zwischen ukrainischer und russischer Kultur während des Zusammenbruchs der Sowjetunion, manifestiert Daria die Norm der Fragmentierung als Norm, indem sie die Forderung nach Integrität durch die Idee ersetzt, das Anderssein als bedingungslose Schönheit zu akzeptieren. Ihre Figuren bauen sich ihre eigene Welt auf, in der die Kultur nicht zu einer Diktatur geworden ist - die Welt, die Daria als ihr Zuhause betrachtet.
Hier ist, was Daria selbst über ihre Werke sagt
Ich zeichne hybride Kreaturen und Symbole einer anthropomorphen Welt, weil ich mich als eine Mischung aus Kulturen und Identitäten fühle. Ich sehne mich nach Ganzheit, ich liebe es, sie in anderen zu sehen, aber ich fühle mich in mir selbst zersplittert. Meine Bilder sind meine Art, mit meiner eigenen fragmentierten Identität zurechtzukommen, und meine Art zu zeigen, dass das Schöne nicht immer in einen bereits bestehenden Rahmen passen muss.