Durch seine langjährige Tätigkeit als Fotograf ist Matt Condron darin geschult, die Bedeutung eines Augenblicks oder die Kostbarkeit einer flüchtigen Gelegenheit zu erkennen. Er ist fasziniert von der Idee der Leere, sowohl als Andeutung von Einsamkeit als auch als ein Zustand, der die Möglichkeit von Veränderung und Erfüllung in sich birgt. Als Maler sucht er nach vertrauten, eindrucksvollen Szenen und konzentriert sich darauf, die Stille eines leeren Raums oder eines leeren Stuhls einzufangen. Seine Gemälde können als Solitäre oder einfach als abschweifende Pausen zwischen Momenten hektischer Aktivität betrachtet werden.
Die Werke sind von einer Lichtqualität durchzogen, die einfache, inhaltsreiche Objekte in den Fokus rückt. Condron versucht, nicht so sehr eine Verbindung zu einem Stuhl oder einem Raum herzustellen, sondern das Gefühl, das durch die weite Umarmung der Leere entsteht. Letztlich erschafft Condron Szenen, die teils reale Orte darstellen, teils in seinem Kopf entstehen. Die Offenheit seiner Werke lädt den Betrachter ein, den Moment der Stille mit ihm zu teilen. Indem er Orte wählt, die plötzlich verlassen zu sein scheinen, versucht er, eine Verbindung zum vorherigen Moment oder zu der Ruhe, die er in Form von Erinnerungen in sich bewahrt, herzustellen.
Matt Condron wurde 1967 in Simi Valley, Kalifornien, geboren. Er hat in Los Angeles, San Francisco, Portland, OR, Boston und New York ausgestellt und seine Arbeiten wurden im Boston Globe Magazine (Critic's Pick, Juli 2010), The Artist's Magazine, OTCT Crier, The Artist's Magazine, Riviera Magazine, American Art Collector und New American Paintings veröffentlicht. Er lebt und arbeitet derzeit in Portland, OR.
Anmerkungen: Leer, Stühle, Warteraum
Farbe: Braun, Tan, Grau, Weiß