Handsigniert unten rechts
Andre Vignoles (Französisch, 1920–2017), „Paysage de l’Île-de-France“, Öl auf Leinwand, das eine ruhige französische Landschaft mit gewundenen Bäumen und Blick auf eine offene Wiese darstellt, gemalt in einem ausdrucksstarken impressionistischen Stil. Das Bild besticht durch satte Grün-, Braun- und Goldtöne, wobei die strukturierte Pinselführung durchgehend einen leuchtenden, stimmungsvollen Effekt erzeugt. Vom Künstler rechts unten signiert: „A. Vignoles.“ Auf der Rückseite befindet sich der handgeschriebene Titel „Paysage de L’Isle de France“. Präsentiert in einem kunstvoll verzierten Rahmen aus vergoldetem Holz mit einem Namensschild aus bronziertem Metall unten in der Mitte. Herkunft: Aus einem Nachlass auf Jupiter Island, Florida.
Maße: Mit Rahmen 21 × 24 × 2 Zoll. Ohne Rahmen: 13 x 16
André Vignoles
Französischer Maler, der von Pierre Bonnard unterrichtet wurde
André Vignoles (1920–2017) war ein französischer Maler, der sich auf Landschaften, Stillleben und Porträts spezialisierte. Er war bekannt für seine farbenprächtige Palette und seinen vom Impressionismus geprägten Umgang mit Licht, den er aus dem Studium von Cézanne, Van Gogh und den Primitiven des 15. Jahrhunderts bezog. Vignoles wurde am 5. August 1920 in Clairac im Südwesten Frankreichs geboren. zeigte Vignoles schon früh eine Begabung für das Zeichnen und absolvierte ein klassisches Studium, bevor er sich ganz der Malerei zuwandte. Zunächst lernte er bei einem Schüler von Henri Flandrin – der selbst im Atelier des symbolistischen Meisters Gustave Moreau ausgebildet worden war, aus dessen Atelier auch Henri Matisse und Georges Rouault hervorgingen.
1945 heiratete Vignoles und ließ sich in Vallauris nieder, jener provenzalischen Stadt an der Côte d’Azur, die bald als Pablo Picassos Keramikwerkstatt internationale Berühmtheit erlangen sollte; wie Picasso verdiente sich Vignoles dort seinen Lebensunterhalt mit der Gestaltung von Keramik, während er seine Freizeit ganz der Malerei widmete. Im selben Jahr kam es zu der für seine frühe Karriere prägenden Begegnung: Vignoles lernte den großen postimpressionistischen Maler Pierre Bonnard kennen, der dem jungen Künstler sowohl Ratschläge als auch Ermutigung gab und ihn ausdrücklich dazu drängte, nach Paris zu ziehen, um seine Karriere ernsthaft voranzutreiben.
Paris und die Salon-Saison
Vignoles folgte Bonnards Rat und zog 1946 nach Paris. Obwohl er unter dem Einfluss Picassos kurzzeitig mit dem Kubismus experimentiert hatte, empfand Vignoles die seiner Meinung nach allzu intellektuelle und dekorative Ausrichtung der kubistischen und abstrakten Kunst, die damals die Pariser Kunstszene dominierte, als „abstoßend“ und wandte sich stattdessen dem intensiven Studium der Alten Meister im Louvre zu. Im Jahr 1948 begann er, im Salon d'Automne auszustellen, und wurde schließlich Mitglied des Verwaltungsrats dieses Salons. Er trat 1950 dem Salon des Indépendants bei, stellte ab 1951 im Salon des Jeunes Peintres aus (wo er später in den Vorstand gewählt wurde) und präsentierte seine Werke anschließend im Salon des Terres Latines, im Salon des Grands et Jeunes d'Aujourd'hui, im Salon des Peintres Témoins de Leur Temps, im Salon des Artistes Français, im Salon des Tuileries und im Salon de la Société Nationale des Beaux-Arts – wodurch er in den 1950er Jahren zu einer zentralen Figur im Pariser Salonbetrieb für französische figurative Maler und Landschaftsmaler wurde.
Er gehörte zur Epoche der Kunstbewegung „La Jeune Peinture“ („Junge Malerei“) der Pariser Schule, zu der Maler wie Bernard Buffet, Yves Brayer, Jansem, Jean Carzou, Louis Vuillermoz, Pierre-Henry, Daniel du Janerand, Gaston Sébire, Paul Collomb, Jean Monneret, Jean Joyet und Gaëtan de Rosnay.
Zu seinen Freunden zählten die Maler Daniel du Janerand, Gabriel Deschamps, Louis Vuillermoz, Pierre-Henry, Jean Carzou, Pierre Gaillardot, Rodolphe Caillaux, Jean-Pierre Alaux, Bernard Buffet, André Hambourg, Emilio Grau Sala, Maurice Boitel, Paul Collomb, der Komponist Henri Dutilleux sowie die beiden Brüder Ramon und Antoni Pitxot.
Auszeichnungen und internationale Ausstellungen
Im Jahr 1952 erwarb der französische Staat erstmals ein Gemälde von Vignoles; in der Folge folgten weitere Ankäufe sowohl durch den französischen Staat als auch durch die Stadt Paris. 1954 gewann er den Prix de la Cadière d’Azur, und 1955 veranstaltete er seine erste Einzelausstellung in Paris – ein Erfolg, der weitere Ausstellungen nicht nur in ganz Frankreich, sondern auch in London und New York nach sich zog. Vignoles malte während seiner gesamten Karriere weiterhin Landschaften in ganz Westeuropa; neben seiner Heimat Frankreich arbeitete er in Spanien, Italien und auf Capri und wandte dabei eine leuchtende, locker geführte impressionistische Technik an, die Kritiker und Kunsthändler mit Monets späten Gemäldeserien der französischen Landschaft verglichen haben. Er stellte in den renommierten Wally-Findlay-Galerien in New York City zusammen mit den Künstlern Guy Bardone, André Brasilier, Jean Jansem, Bernard Buffet, Bernard Cathelin und Paul Guiramand aus. Er stellte gemeinsam mit Charles Levier aus, Nicola Simbari, Alain Bonnefoit, Yves Brayer, Yolande Ardissone, André Brasilier, Jean Dufy, Raoul Dufy, Claude Gaveau und André Verdet ausgestellt.
Vignoles starb am 15. Juli 2017. Seine Werke sind auch heute noch sehr begehrt; weit über 200 Gemälde wurden bereits auf Auktionen verzeichnet, und sie befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen in Frankreich und weltweit.
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