Karl Hug
St. Gallen 1899 - 1979 Zürich
Schweizer Maler
Themse und die Tower Bridge, London".
Signatur: signiert unten links und datiert "Charles Hug, London '61".
Medium: Öl auf Leinwand
Abmessungen: Bildgröße 71,5 x 90 cm, Rahmengröße 96 x 114,5 cm
Provenienz: aus einer niederländischen Privatsammlung
Biografie: Charles Hug (1899-1979), der ursprünglich Karl Hug hieß, war ein vielseitiger Schweizer Künstler, der für seine Beiträge als Maler, Zeichner und Buchillustrator bekannt war. Geboren am 22. Juni 1899 in der pulsierenden Stadt St. Gallen, Schweiz, waren Hugs frühe Jahre von einer glühenden Leidenschaft für die Kunst geprägt, die seine bemerkenswerte Karriere bestimmen sollte.
Aufgewachsen in St. Gallen, entdeckte Hug bereits in seiner Jugend seine künstlerische Begabung. Sein Weg in die Welt der Kunst verlief jedoch auf unkonventionelle Weise, da er nach seinem Schulabschluss zunächst eine Lehre als Maschinenbauer in einer Druckerei begann. Trotz dieses Umwegs brach Hug aufgrund seiner angeborenen künstlerischen Neigung die Lehre nach einem Jahr ab und besuchte stattdessen Abendkurse an der Handelsschule in Genf.
Hugs künstlerische Ambitionen führten ihn 1920 nach Genf, wo er eine Laufbahn als Typograf einschlug. Sein Drang nach künstlerischer Entfaltung veranlasste ihn jedoch, sich weiterzubilden, und so zog er 1923 nach Berlin. Dort tauchte er in die pulsierende Künstlergemeinschaft ein und studierte bei angesehenen Lehrern wie Käthe Kollwitz und Max Liebermann, deren Anleitung und Mentorenschaft seinen künstlerischen Stil unauslöschlich prägten.
Während seiner Zeit in Berlin nahm Hugs künstlerische Reise eine unerwartete Wendung, als er sich mit Amrey Balsiger zusammentat, mit dem er 1927 nach Arles ging. Durch die Collaboration mit dem renommierten Künstler Max Hunziker entwickelte sich Hugs künstlerische Vision weiter, auch wenn sich seine Partnerschaft mit Balsiger 1931 schließlich auflöste.
1932 kreuzte sich Hugs Weg mit demjenigen von Renée-Elisabeth Walz, einer begabten Geigerin aus St. Gallen, und es entstand eine tiefe Verbindung, die sein Leben verändern sollte. Nach der Heirat 1934 ließ sich das Paar in den Wintermonaten in Zürich nieder und zog sich im Sommer in das malerische Greifenstein-Staad bei Rorschach zurück, wo Hug inmitten der ruhigen Landschaft Inspiration fand.
Im Laufe seiner glanzvollen Karriere erlangte Hugs künstlerisches Schaffen große Anerkennung. In internationalen Ausstellungen in Städten wie Brüssel, Tokio und Paris wurden seine stimmungsvollen Zeichnungen, Porträts und Landschaftsgemälde gezeigt. Vor allem seine Illustrationen zu literarischen Werken von Conrad Ferdinand Meyer und Gottfried Keller brachten ihm 1938 bzw. 1939 hohe Auszeichnungen der Gottfried-Keller- und der C. F. Meyer-Stiftung ein.
Das Vermächtnis des visionären Künstlers Charles Hug zeugt von seiner unerschütterlichen Hingabe an sein Handwerk, von seiner Fähigkeit, die Schönheit der Welt durch seine Kunst einzufangen, und von den tiefgreifenden Auswirkungen seiner persönlichen und künstlerischen Reise auf die Welt der Kunst.
Anmerkungen: Charles Hug war ein Schweizer Maler und Zeichner. 1932 lernte er Renée-Elisabeth Walz kennen und kehrte 1934 in die Schweiz zurück, nachdem er sie geheiratet hatte. Sie ließen sich in Zürich nieder und verbrachten den Sommer in Greifenstein-Staad, wo Hug sich auf Stillleben und Landschaften konzentrierte. Er erlangte Anerkennung für seine Illustrationen von Werken Conrad Ferdinand Meyers und Gottfried Kellers und wurde 1938 und 1939 ausgezeichnet.