Wir freuen uns, ein fesselndes Gemälde des Künstlers Sam Uhrdin (1886-1964) präsentieren zu können. Dieses schöne Kunstwerk zeigt eine Frau aus Dalarna, die vor einem warmen, glühenden Feuer sitzt. Das gesamte Gemälde ist in ein weiches, strahlendes Licht getaucht, das vor allem ihr Gesicht und ihr traditionelles weiß-rotes Gewand beleuchtet. Die Frau wirkt nachdenklich, in Gedanken versunken, vielleicht denkt sie an jemanden, der ihr am Herzen liegt. Sie ist in einer Küche abgebildet und nimmt sich einen Moment Zeit, um sich von der täglichen Arbeit in ihrem Haus zu erholen.
Sam Uhrdins künstlerische Reise begann in den frühen 1900er Jahren. 1903 reiste er nach Stockholm, um sein Studium der Malerei fortzusetzen. Tagsüber arbeitete er als Maler und besuchte abends verschiedene Abendschulen. Im Jahr 1906 reiste er nach Amerika, um als Schildermaler zu arbeiten, aber hauptsächlich arbeitete er als Tapezierer. Als er 1909 über London und Paris nach Leksand zurückkehrte, wurde sein künstlerisches Talent erkannt, und mit Hilfe einiger Gönner begann er 1911 ein Studium an der Königlichen Akademie der Schönen Künste, wobei er gelegentlich die Malschule von Althin in Stockholm besuchte. Finanzielle Umstände verkürzten seine Studienzeit, und seine Fähigkeiten als Porträtmaler brachten ihm zahlreiche Porträtaufträge ein, die seine Zeit weiter in Anspruch nahmen.
1921 erhielt Uhrdin ein Stipendium der Royal Academy, das ihm 1922 eine Studienreise in die Niederlande, nach Belgien und Frankreich ermöglichte, die er wegen der Krankheit seiner Frau abbrechen musste. Später besuchte er Orte wie Spanien und Portugal.
Den Durchbruch schaffte Uhrdin mit seinem Porträt des ehemaligen Ministerpräsidenten Nils Edén, das er 1919 anfertigte. Im Jahr 1921 porträtierte er die Teilnehmer der Schwedischen Akademie. Zu den anderen Vertretern des offiziellen Schwedens, die von Uhrdin gefangen genommen wurden, gehörten Gustav V., Manne Siegbahn, Ludvig Stavenow und die Bischöfe Gottfrid und Einar Billing. 1932 hatte er eine Einzelausstellung im Stockholmer Konstnärshuset und nahm an verschiedenen Ausstellungen teil, u. a. 1917 beim Schwedischen Künstlerverband in Stockholm, 1923 bei Valand-Chalmers in Göteborg, 1936 in der Liljevalchs Konsthall bei Dalarna Artists und 1965 bei der Wanderausstellung des Nationalmuseums "Barnet i konsten" (Kinder in der Kunst).
Uhrdin hegte eine tiefe Zuneigung zur alten Dalakultur und sammelte in einem Holzhaus in Tibble alte Gegenstände aus der Leksand-Kultur, wie Kostüme, Möbel und Haushaltsgegenstände, die er später als Requisiten in seinen Gemälden verwendete. Sein künstlerisches Repertoire umfasste Genrebilder, Porträts und Landschaften, wobei er sich besonders darauf konzentrierte, die Schönheit Dalarnas festzuhalten. Ab 1935 war er Eigentümer des Tibble Manor außerhalb von Leksand. Uhrdins Werke befinden sich in renommierten Sammlungen, darunter das Nationalmuseum in Stockholm, die Art Gallery's in Leksand, die Universität Uppsala und die Church's in Leksand, in der sein unvollendetes Gemälde "Begravning i Leksand" (Begräbnis in Leksand) zu sehen ist.