Miguel Angel Ríos
Miguel Angel Ríos studierte an der Escuela de Bellas Artes in Buenos Aires, bevor er in den 1970er Jahren nach New York zog, um der Militärdiktatur in Argentinien zu entkommen. Später siedelte er nach Mexiko um und lebt nun zwischen den USA und Mexiko. In seinem Werk verbindet Ríos einen rigorosen konzeptionellen Ansatz mit einer akribisch konstruierten und oft handgefertigten Ästhetik. Seit den 1970er Jahren beschäftigt er sich mit dem Konzept des "Lateinamerikaners", das er sowohl als künstlerische Strategie als auch als politisches Problem einsetzt. In den 1990er Jahren begann er, eine Reihe von Karten zu entwerfen, die er sorgfältig von Hand faltete und faltete. Anlässlich des 500. Jahrestages der "Entdeckung" Amerikas verweisen die Karten auf die lange Geschichte der Macht und der kolonialen Erfahrung und beziehen sich auf die traditionelle Kunst der indigenen Völker Amerikas, einschließlich des Quipu aus den Anden. Seit den frühen 2000er Jahren hat sich Ríos auch mit dem Medium Video auseinandergesetzt, um symbolische Erzählungen über menschliche Erfahrungen, Gewalt und Sterblichkeit zu schaffen. Seine Videos mit Kreiseln - Trompos - beispielsweise nutzen das Kreiselspiel der Kindheit als Kulisse für eine Meditation über die Vergänglichkeit des Lebens und die Mechanismen der Macht. In seinem 2012 entstandenen Video ohne Titel aus The Ghost of Modernity bezieht sich Ríos auf die Hochmoderne - mit direkten Anspielungen auf John Cage, Marcel Duchamp und Donald Judd - inmitten der mexikanischen Wüste. "Ist diese gespenstische geometrische Figur eine Linse, durch die die Welt neu interpretiert werden kann", fragt der Künstler. "Oder ist es das paradigmatische Prinzip des modernen Denkens, das die Welt um sich herum organisiert? Sind wir innerhalb oder außerhalb des Würfels?" Ríos' Werke wurden in einer Reihe von wichtigen Einzelausstellungen gezeigt, darunter Landlocked, Arizona State University Art Museum, Phoenix, Arizona, USA (2015); Miguel Angel Ríos: Walkabout, Des Moines Art Center, Iowa, USA und Museo de Arte Carrillo Gil (MACG), Mexiko-Stadt, Mexiko (mit Ausstellungskatalog) (2012); Miguel Angel Ríos, Dunedin Public Art Gallery, Dunedin, Neuseeland (2010); Manhattan Códice, John Weber Gallery, New York City, New York, USA und Museo de Arte Carrillo Gil (MACG), Mexiko-Stadt, Mexiko (1999); Miguel Angel Ríos: Neither Colour, nor height, MUCEM, Marseille, Frankreich (2017); Miguel Angel Ríos, Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires (MALBA), Argentinien (2009); On The Edge, Museum of Contemporary Art San Diego (MCASD), Kalifornien, USA (2009); Miguel Angel Ríos: On the Edge, The Museum of Fine Arts, Houston (MFAH), Texas, USA (2019); A Morir, Phoenix Art Museum, Arizona, USA (2007); und No Way Out, Röda Sten Konsthall, Göteborg, Schweden (2019).