Die Valley House Gallery präsentierte kürzlich "Listening in the Silence" - unsere erste Einzelausstellung mit Werken von Chaco Terada, einem gebürtigen Japaner, der seit 1992 in Dallas lebt. Chaco wurde 1963 in Toyama, Japan, geboren und begann mit ihrem Vater Yhohei Terada, einem Meister der Kalligrafie, der an der Universität Toyama deren Geschichte lehrte, Kalligrafie zu üben. Schon als Kind wich Chaco von der strikten Einhaltung der traditionellen Form ab und wählte eine poetischere Interpretation. Sie sagt: "Ich habe die Kalligraphie von allen Seiten und sogar von hinten betrachtet, wenn Licht durch sie hindurchfiel. Für mich war es wunderschön. Mein Vater korrigierte meine Arbeit mit orangefarbener Sumi-Tinte. Ich mochte das visuelle Element, das den Sinn seiner Korrekturen völlig verfehlt." Das Leben als unabhängiger Geist begann schon früh in Chacos Leben.
Der Umzug in die Vereinigten Staaten befreite Chaco und gab ihr die Freiheit, sich auf ihr Innenleben als Quelle des künstlerischen Ausdrucks zu konzentrieren. Ihre Arbeit wurde zu einem Prozess der Selbstanalyse, ein Prozess, der es ihr ermöglichte, aus ihren Erfahrungen, Erinnerungen und Gefühlen zu schöpfen. All diese Elemente haben in ihrer Fantasie Geschichten entstehen lassen, in denen Realität und Illusion aufeinandertreffen. Diese Geschichten entwickeln sich in aller Stille zu Bildern, während sie den Gesprächen in ihrem Kopf lauscht. Ein Bild kann eine lange Reise in ihren Gedanken haben, manchmal ein Jahr oder länger.
"Es hat einige Jahre gedauert, bis ich die Schönheit in meinem Leben als Kunstwerk zum Ausdruck bringen konnte", sagt Chaco. Als sie beschloss, die Fotografie mit ihrer Kalligrafie zu kombinieren, ließ sie sich von ihrem Partner, dem Fotografen David H. Gibson, beraten, wie sie die von ihr angestrebten Effekte erzielen kann. Chaco fotografiert, wo immer sie hingeht, sei es ein Detail an einer Wand oder Wasser auf der Straße. Sie geht langsam; das ist ihre Art, mehr zu sehen. Etwas aus der Vergangenheit verbindet sie mit dem, was sie auf dem Foto sieht, und ihr Dialog beginnt mit einer Reihe von Worten.
Ihre jüngsten Arbeiten entstehen in einem von ihr entwickelten Verfahren, das mehrere Schichten aus Seidenorganza, Sumi-Tinte, Mineralpigmenten und Pigmentdrucken zur Archivierung umfasst. Jeder ist einzigartig. Fotografische Bilder werden auf die Seide gedruckt und kalligrafische Zeichen schweben in der geschichteten Atmosphäre, als würden sie tanzen. Sie sind von intimer Größe, wie Fenster zu ihren privaten Reflexionen, meditative Momente, die sowohl Gelassenheit vermitteln als auch einladen. Jede einzelne ist eine offene Einladung, über die Oberfläche hinauszugehen.
Das Bild ist in einem Passepartout von 20 x 16 Zoll gefasst.