Das zentrale Konzept von Larios Gemäldeserie KHLORIS basiert auf der Idee des Gartens als metaphorischer Raum. Larios sucht nach einer gewissen romantischen Schönheit in den Details der Natur, in den Geräuschen, die ihr eigen sind, in den urbanen Klängen, die in die Stadt eindringen, in den Straßen und Parks und im Murmure der Architektur ihrer Kirchen und Kathedralen, wo das Künstliche und das Natürliche nebeneinander bestehen, eine geheimnisvolle und melancholische Schönheit der Begegnung, des Verlusts und der Nostalgie, eine ausdrucksstarke Stille, in der von Offenbarungen, vom Verschwinden, vom Vergehen der Zeit, vom Zwielicht die Rede ist, und in der man auch das Gefühl hat, sich in einem Zustand der emotionalen Transformation zu befinden.
Larios nutzte den Garten als Metapher für die Seele, ein persönliches Refugium, in dem Technologie mit konkreten Räumen für Meditation und Spiritualität verschmilzt, in dem das Urbane mit dem Natürlichen verschmilzt, was zu einzigartigen und eindrucksvollen Räumen führt. Jedes der Werke ist ein Ort des Glaubens, der Spiritualität, ein privater Raum für Gesang und Gebet, für mystische Rituale und Kontemplation. Das Konzept dieser Gärten spiegelt die Instrumentierung, die Form- und Farbelemente als "akustische" Elemente wider und schafft eine überschwängliche Atmosphäre, die sich klanglich wie ein konzeptioneller Garten über die Suche nach Schönheit und Ruhe in einer chaotischen Welt entfaltet. Es ist eine Erkundung des Glaubens, der Natur, der Architektur und des Gedächtnisses, des Nahen, des fernen Klangs, der eine Form hat, des nahen Geräuschs, das eine Farbe hat, der abgenutzten Melodien, der verschwommenen und sich wiederholenden Gebete, der "Klänge", die von der lateinischen Messe, dem Vogelgesang, den gregorianischen Gesängen oder Miles Davis' "Blue in Green" inspiriert sind.
Francisco Larios ist ein multidisziplinärer Künstler, der mit Malerei, offenem Zeichnen und 3D-Modellierungssoftware arbeitet. In seinen Werkserien sind postmoderne Einflüsse durch vereinfachte Formen, Linien und sakrale Geometrie zu erkennen. Larios' Werk ist kein unkritisches Zitat oder eine Aneignung der Themen, die ihn interessieren, sondern vielmehr eine poetische Erkundung des Zustands unserer Beziehungen zum Glauben, zum Willen und zum Schicksal. Seine Titel beziehen sich oft auf denkwürdige Situationen oder Personengruppen in der Geschichte.
Aus der Khloris-Serie
Acryl, Pastellkreide, Airbrush und Autolack auf Leinwand
Montiert auf einer Bahre