Zavier Ellis
Roter Terror, 2019
Öl, Ölbar, Acryl, Hausfarbe, Sprühfarbe, Bleistift, Collage auf Birkensperrholz
165,0 x 120,0 cm
Zavier Ellis kombiniert die Verwendung von Text mit Malerei, Collage, Assemblage und fotografischen Techniken. Die Sprache wird eingesetzt, um zu vernebeln und neue Möglichkeiten und Bedeutungen zu eröffnen. Straßenschilder, historische Graffiti, Literatur und verschlüsselte Sprache werden durch Radierungen, Collagen, Malerei und andere Mittel in Bezug gesetzt. Die Erzählung ist impliziert, und das Publikum wird zu einem verwirrenden Dialog mit dem Künstler und dem Kunstwerk eingeladen, in dem das Zerbrochene, das Verfallene, das Unvollständige und das Falsche zwar zur Kenntnis genommen, aber nicht angenommen werden.
In Kombination mit dem intensiven und vielschichtigen Einsatz von traditionellen und industriellen Farben, Zeichnungen, Collagen, recycelten Atelierabfällen und vorbereitenden oder gefundenen Materialien schafft Ellis eine Dynamik, die zwischen dem Geistigen und dem Körperlichen, dem Bewussten und dem Unbewussten, dem Organisierten und dem Chaotischen, dem Vorsätzlichen und dem Instinktiven oszilliert. Seine Hoffnung ist es, der Realität der Geschichte und ihrem Preis Nachdruck zu verleihen. Ähnlich wie für Ian Hamilton Finlay sind für Ellis die Revolutionen, die das moderne Zeitalter kennzeichnen, nicht so sehr zu feiern als vielmehr zu kennen und zu beurteilen.
Zavier Ellis wurde 1973 in Windsor im Vereinigten Königreich geboren. Er studierte Geschichte der modernen Kunst an der Universität Manchester (1993-1996), bevor er einen Master in Bildender Kunst an der City & Guilds of London Art School (2003-2005) absolvierte. Ellis hatte zahlreiche Ausstellungen, darunter im Museum der Moderne, Salzburg; in der Saatchi Gallery, London; im Torrance Art Museum, Los Angeles; im KlaipėdaCulture Communication Centre, Klaipėda; in der Royal West Academy, Bristol; bei Dean Clough, Halifax; bei Paul Stolper, London; in der Galerie Heike Strelow, Frankfurt; bei Raid Projects, Los Angeles; im Pera Museum, Istanbul und in der ENIA Gallery, Pireas. Seine Werke befinden sich in bedeutenden Privatsammlungen, darunter die wegweisende Sammlung Annette und Peter Nobel, Zürich, und Beth Rudin DeWoody, Los Angeles.
In seinen Arbeiten, die auf der Grundlage eingehender historischer Recherchen entstanden sind, verbindet er Text und ausdrucksstarke Materialität mit dem Schwerpunkt auf der Realität der Fragmentierung. Sein Interesse gilt der Geschichte und den konditionierten Reaktionen der Gesellschaft auf die vielschichtigen Auswirkungen von Ton und Perspektive.