Valay Shende
Inspiriert von seiner Umgebung, nutzt Shende sein Werk, um die Herausforderungen und Dichotomien zu erfassen, die das heutige Indien kennzeichnen, insbesondere die auffällige Kluft zwischen modernen und industriellen Ansichten auf der einen Seite und traditionellen religiösen Ansichten auf der anderen. Seine jüngsten Skulpturen, die sowohl in ihrem Verfahren als auch in ihrem Umfang einzigartig sind, bestehen aus winzigen Metallscheiben, Taschenuhren, verkupfertem Glasfasergewebe und anderen nicht traditionellen Materialien. Einzigartig ist auch die Kombination von Videokunst und skulpturalen Installationen in seiner Praxis, die den klassischen Vorstellungen von Skulptur eine völlig neue Dimension verleiht. Er ist ein aufmerksamer und sensibler Beobachter seiner Umgebung und macht sich Gedanken über die alltäglichen Sorgen und Nöte des Lebens. Valay ist der Meinung, dass ein Künstler eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft hat und glaubt fest daran, eine ideale Welt zu schaffen. Valays Werke sind auf subtile Art und Weise sein Versuch, die Krankheiten zu hinterfragen, die die urbane Gesellschaft und die Menschen heute plagen. Er ist ein aufmerksamer und sensibler Beobachter seiner Umgebung und macht sich Gedanken über die Sorgen und Nöte des einfachen Mannes im täglichen Leben. Er fühlt sich als Künstler für die Gesellschaft und glaubt fest daran, dass eine ideale Welt wieder erschaffen werden kann. Valay schafft in erster Linie Videoarbeiten und skulpturale Installationen. Seine Beobachtungen und Gefühle sind der Auslöser für die Produktion seiner Werke und bestimmen daher die Wahl der Medien. Seine Werke zeigen sein technisches Geschick und seine Fähigkeit, einen Gedanken in ein Kunstwerk zu verwandeln. Er ist ein ziemlicher Kontrast zu den lebensgroßen skulpturalen Installationen, die er erschafft. Wenn der in Nagpur geborene Künstler auch sehr schüchtern ist, so sind seine Arbeiten doch kraftvoll und intensiv artikuliert. Sensibel durchdacht und handwerklich hervorragend gemacht, bringen sie die Essenz der Vision des Künstlers zum Ausdruck, was richtig ist und was nicht. Durch die geschickte Darstellung von Objekten, Profilen und Symbolen bringen sie seine Ideen und Bedenken über die heutige, von Religion geprägte Gesellschaft zum Ausdruck. Valays Skulpturen zeichnen sich durch ihr schieres Gewicht aus, sowohl im physischen Sinne. Bhaiya Indian, eine sechs Fuß große, verkupferte Glasfaserskulptur eines Wachmanns, ist ein Beispiel dafür. Die natürliche Haltung des Protagonisten nimmt eine seltsame Wendung, wenn der Betrachter erkennt, dass er nicht zwei, sondern acht Arme hat! Während das vorhersehbare Gewehr passiv in einem der Köpfe gehalten wird, tragen andere die Last eines Eisenkastens, eines Stethoskops, eines Teekessels, eines toten Fisches und eines Maurerputzgeräts.Weitere Überraschungen sind auf Lager: Das Rückenmark des Wächters ist im hinteren Teil freigelegt, mit einer Reihe von beweglichen Rädern und einem daran befestigten Getriebe; dies würde die Arme bewegen, wenn sie an einen elektrischen Punkt angeschlossen sind. Die ganze Einrichtung ist so natürlich wie faszinierend. Auch die Massage ist laut und deutlich, vor allem, wenn man sieht, dass der Wachmann bis auf die schmale Unterwäsche, die um seine Taille gewickelt ist, und die robuste Uniformmütze, die auf seinem Kopf baumelt, nackt ist.