Silberne Golfstatue – Pokal des Beckenham Golf Club (1893)
Eine edle und seltene Trophäe aus Sterlingsilber in Form eines männlichen Golfers, die 1893 von der renommierten Londoner Silberschmiede Henry Lewis & Co. gefertigt wurde, die für ihre außergewöhnliche Qualität und ihre königlichen Gönner bekannt ist. Der vollständig mit Punzen versehene Silbersockel trägt das „Lion Passant“-Zeichen für Sterlingsilber, das „Leopard's Head“-Prüfzeichen für London und den Jahresbuchstaben „S“ für das Jahr 1893 sowie die Herstellermarke „HL“ für Henry Lewis & Co. Am Rand des Sockels ist die Inschrift „Henry Lewis & Co., Silberschmiede der Königin, 172 New Bond St., London“ eingraviert.
Henry Lewis & Co. waren renommierte Londoner Juweliere und Silberschmiede, die an prestigeträchtigen Adressen wie der New Bond Street 7 und 172 sowie später in der Mount Street 109 am Grosvenor Square tätig waren. Der ebonisierte Sockel ist mit zwei Plaketten versehen; die vordere, mit einem Silberpunzzeichen versehene Plakette trägt die feine Gravur „Beckenham Golf Club, Challenge Trophy, Presented by F.E.“. „Loyd, Esq., Präsident, 1893“. Auf der Plakette auf der Rückseite steht: „Anlässlich der Schließung des Beckenham Golf Club im Jahr 1944 wurde diese Trophäe, die 1893 vom ersten Präsidenten gestiftet worden war, an Wilfred Earl Mullen, Präsident von 1938 bis 1944, überreicht, in Anerkennung seiner zahlreichen wertvollen Verdienste um den Club überreicht.“ Diese Inschrift liefert wertvolle Hinweise auf die historische Herkunft der Trophäe und stellt eine Verbindung sowohl zu ihrer ursprünglichen Übergabe als auch zu ihrer späteren Widmung anlässlich der Schließung des Vereins her.
Die Golferfigur ist wunderschön und äußerst detailreich gestaltet; sie ist mitten im vollen Rückschwung eingefangen und steht bereit, den Ball zu schlagen – auf einem naturgetreuen Sockel. Er trägt traditionelle Golfkleidung aus den 1890er Jahren – Plus-Fours, eine Jacke mit Gürtel und eine Schirmmütze – und hat einen beeindruckenden Schnurrbart im Stil jener Zeit. Der Schläger verfügt über einen detailreich gestalteten Kopf, der abnehmbar ist, um Beschädigungen während des Transports zu vermeiden.
Die angegebene Größe bezieht sich auf die Gesamthöhe; die Figur allein ist 22 cm hoch und auf einem Sockel mit einem Durchmesser von 12 cm befestigt.
Ein herausragendes und historisch bedeutendes Stück für den Golfsammler, das sich gleichermaßen dazu eignet, wieder als unverwechselbare und prestigeträchtige Golftrophäe eingesetzt zu werden.
Beckenham Golf Club.
Der Verein wurde 1892/93 gegründet; der Platz wurde auf dem Gelände der ehemaligen Pferderennbahn von Croydon angelegt. Die Rennbahn erwies sich in der viktorianischen Zeit als sehr beliebter Treffpunkt für Rennsportbegeisterte aus London; leider war der damalige Bürgermeister von Croydon kein Fan des Rennsports. Er war unzufrieden mit dem Publikum, das die Rennbahn anzog, und auf Druck des Bürgermeisters wurde die Rennbahn geschlossen. Er wurde vom Beckenham Golf Club angelegt und bis in die späten 1930er Jahre als Golfplatz genutzt. Der Golfplatz wurde 1942 von der Gemeinde erworben; auf dem Gelände befinden sich heute die Wohnsiedlung Stroud Green und die Sportplätze von Ashburton.
Der folgende Auszug stammt aus „Golfing and Cycling Illustrated“ vom 20. Mai 1897 – „The Golfer in Cockaigne“ – Beckenham Golf Club – von R. A. Foster. (Vielen Dank an Golf Heritage – @LdnGolfHistory).
„Was früher die Pferderennbahn von Croydon war – umgeben von einem Baumkranz und bestehend aus 120 Acres Wiesenland –, bildet heute den Golfplatz der Golfer von Beckenham. Von den Bahnhöfen Cannon Street oder Charing Cross dauert die Fahrt gerade so lange, dass man eine langsame Havanna ausrauchen kann. Vom Bahnhof Woodside aus ist das Clubhaus nur einen Katzensprung entfernt.
Herr Jockel teilt sich mit dem Profi Booth den Platzrekord mit einem Ergebnis von 78.
Der Sekretär, Herr S. F. Prest (der gerade die Nachfolge von Herrn P. G. Collins angetreten hat, der nun zum Kapitän befördert wurde), hieß uns herzlich willkommen – ganz im Stil des begeisterten Golfspielers, als den ihn die Mitglieder kennen. Er erzählte uns von der phänomenalen Entwicklung des Vereins seit seiner Gründung im Jahr 1892 und führte uns in die alte Zehntscheune, die zu einem Clubraum umgebaut wurde, der gemütlicher nicht sein könnte. Ein Querbalken im Dach trägt die Jahreszahl 1761. Die Mitglieder saßen an kleinen Tischen und unterhielten sich fröhlich, wie Leute, die den Charme einer alten Gaststätte in ihrem ländlichen Rückzugsort den protzigen Einrichtungen ihrer gepolsterten städtischen Pendants bei weitem vorzogen.
Nun wollen wir uns einen Überblick über die Links verschaffen. Man geht davon aus, dass die ersten neun Löcher etwa vier Schläge einfacher sind als die zweiten neun. Der 18-Loch-Platz wurde von Tom Dunn angelegt, der zu seiner Zeit eine Berühmtheit war und den Yankees heute beibringt, wie man etwas anderes als Baseball besser spielt. Tom legte großen Wert darauf, die Bunker in ausreichendem Abstand zum Abschlag zu platzieren, um zu guten Abschlägen anzuregen. Aber fairerweise muss man sagen, dass Sportler oft in Versuchung geraten, sich bei der Erfassung der Schläge bequem auf diese Seite zu legen. Folglich bietet Beckenham Fahrern aus der Ferne seltene Gelegenheiten, sich zu profilieren. Ein Kanal kreuzt vier Löcher in unterschiedlichen Abschnitten und bildet ein sehr anspruchsvolles Wasserhindernis. Im Winter ist die Strömung so stark, dass es kein seltener Anblick ist, wenn ein Spieler seine Stöcke fallen lässt und seinem „Shillingsworth“ hinterherrennt, bevor dieser den Wald hinuntergetrieben wird.
Das neunte Winterloch sollte auf jeden Fall in den Sommerparcours aufgenommen werden. Booth's Einfallsreichtum hat zu einer raffinierten Anordnung von Bunkern geführt, die zu präzisen Abschlägen anregen. Dort befindet sich ein kleiner Bunker, hinter dem sich zwanzig Schritte weiter zu beiden Seiten zwei große Bunker erheben, die eine klare, gerade Linie zum dahinter liegenden Grün bilden. Die Idee dahinter ist, dass ein Spieler mit kurzer Schlagweite im kleinen Bunker landet, während ein Spieler mit weiter Schlagweite auf der geraden Bahn in der größeren Falle landet.
Das 13. Loch gilt als das schwierigste des Platzes, und das benachbarte 12. Loch lässt sich hervorragend in fünf Schlägen bewältigen. Dieses Loch verfügt über das schönste „Punch-Bowl“-Grün, das wir bisher gesehen haben. Für den Bau wurden Hunderte von Karrenladungen Erde benötigt. Beckenham hat ein ganz eigenes Climat. Man hat noch nicht einmal ein halbes Dutzend Löcher hinter sich, da sorgt die herrliche Kühle der Luft schon für Gesprächsstoff. Die Mitglieder sagen, dass, egal wie schwül es in London auch sein mag, auf dem Golfplatz immer eine wohltuende Brise auf sie wartet. Die Aussicht von den höher gelegenen Abschlagplätzen ist sehr charmant: Man sieht den Crystal Palace, der sich deutlich vor dem Himmel abhebt, inmitten der Villenviertel von Beulah Hill und Sydenham. „In der Dämmerung eines Sommerabends hallen die Melodien der Nachtigallen durch den Wald.“
Ergebnis des Bogey-Wettbewerbs vom April 1897: Gold: W. Gibbs, 2 unter Par; Silber: J. Fawcett, 5 unter Par.
Der Samstag, der 29. Mai 1897, war ein sehr geschäftiger Tag in Woodside. Es fanden zwei Wettbewerbe statt. Das zweite Beckenham Open Amateur sowie ein 36-Loch-Match der Profis zwischen J. H. Taylor (Wimbledon), dem Sieger der Open von 1894 und 1895, und Jack White (Mitcham). Nach einem sehr knappen Match zwischen den Profis ging Jack White mit 2 und 1 als Sieger hervor. Etwa 90 Spieler aus Clubs in ganz Großbritannien nahmen am Open-Amateur-Turnier teil.
Der folgende Auszug stammt aus dem „Manchester Courier and Lancashire General Advertiser“ vom Freitag, dem 20. September 1907. „Bemerkenswerter Schlag“ Auf dem Golfplatz von Beckenham ist soeben ein Schlag gelungen, der vermutlich einen neuen Rekord darstellt – ausgeführt von W. H. Horne, dem örtlichen Profi. Er schlug den Ball insgesamt 381 Yards weit; die Stelle, an der der Ball zum Stillstand kam, wurde von Herrn Potter, einem Vereinsmitglied, markiert und anschließend vermessen. Es wehte nur ein leichter, unbeständiger Wind, und der Boden war eben. Der bisher längste bekannte Drive war der von Edward Blackwell vor fünfzehn Jahren in St. Andrews mit 366 Yards.
Am Samstag, dem 25. Juli 1914, gelang Herrn H. G. Rowbotham, dem Kapitän des Clubs, am achten Loch ein Hole-in-One; das Loch war 220 Yards lang.
Im Jahr 1922 war E. A. Gifford, 123 Victoria Street, London SW1, der Sekretär, und H. Brown der Fachreferent.
Auf diesem 18-Loch-Platz hielt G. L. Mellin mit einem Ergebnis von 71 den Amateur-Platzrekord, während H. Vardon mit 69 der Profi-Rekordhalter war. Die Eintrittsgebühren betrugen bei der Einführung 2/6 pro Tag und 15/- pro Woche.
Im Jahr 1930 war E. A. Gooch der Sekretär des Beckenham Golf Club in Woodside, Croydon.
Von 1935 bis zum letzten Auftritt des Vereins im Jahr 1940 war G. Cameron der Sekretär; Telefonnummer: Addiscombe 1132. Der Profi war nach wie vor H. Brown und der Greenkeeper L. B. Pinner. Ein 18-Loch-Platz mit einem SSS von 73 und einem Par von 71. Die Mitgliederzahl betrug 350. Die Eintrittsgebühren betrugen bei Einführung 2/6 pro Tag, 10/- an Wochenenden und Feiertagen.
Abmessungen:
Höhe
35 cm / 14"
Durchmesser
16 cm / 6 "