Eine schöne Steingut-Tischlampe aus der Mitte des Jahrhunderts mit erstaunlichem Ritzmuster.
Handgefertigt von Otto Klaesson für Klase in Höganäs, Schweden, in den 1960er Jahren.
Toller Originalzustand. Keine Chips, Risse oder Sprünge.
Signiert "Klase Höganäs" und "Stengods". Mit Originalaufkleber.
Verkauft ohne Lampenschirm.
Abmessungen der Leuchte (ohne Schirm):
Höhe (inkl. Sockel): 17,7 cm (7 in.)
Durchmesser: 14 cm (5,5 Zoll)
Lichtquelle: E26/E27-Schraubglühbirne.
Schalten Sie das weiße Kabel ein. Europäischer Stecker (wir können ihn aber gegen einen amerikanischen austauschen, wenn Sie möchten).
Otto Klaesson (1934–2002) war ein schwedischer Keramikkünstler, dessen Werk die reichen Steinzeugtraditionen von Höganäs verkörperte und zugleich den individuellen Geist der Studio-Pottery-Bewegung widerspiegelte, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ihre Blütezeit erlebte. In seiner Werkstatt „Klase Keramik“ schuf er Keramikwerke, die sich durch ihre robusten Formen, ihre strukturreichen Glasuren und seinen tiefen Respekt vor dem Töpferhandwerk auszeichnen. Sein Werk nimmt einen wichtigen Platz in der Geschichte des schwedischen Steinzeugs ein und verbindet das industrielle Keramikerbe von Höganäs mit dem persönlicheren und Artisticsen Ausdruck des unabhängigen Studios.
Klaesson wurde 1934 in Südschweden geboren und wuchs in einer Region auf, in der Ton und Keramik seit Generationen die lokale Kultur und Industrie geprägt hatten. Höganäs bot mit seinen reichhaltigen Tonvorkommen und seiner langen Tradition in der Steinzeugherstellung ein Umfeld, in dem das Töpferhandwerk als lebendige Tradition fortbestand. Schon in jungen Jahren entwickelte er eine Vorliebe für das Material und die Verfahren des Töpferhandwerks – Interessen, die schließlich die Grundlage für sein Lebenswerk bilden sollten.
Nach einer Ausbildung im Bereich Keramik und dem Sammeln praktischer Erfahrungen in der Keramikbranche gründete Klaesson in Höganäs seine eigene Werkstatt unter dem Namen „Klase Keramik“. In einer Zeit, in der die industrielle Produktion den Markt zunehmend beherrschte, entschied er sich für einen Weg, bei dem handwerkliches Arbeiten im kleinen Maßstab und künstlerische Unabhängigkeit im Mittelpunkt standen. Diese Entscheidung reihte ihn in die breitere skandinavische Studiokeramik-Bewegung ein, deren Vertreter bestrebt waren, die direkte Beziehung zwischen Schöpfer, Material und Objekt zu bewahren.
Klaessons Keramik zeichnet sich durch einen ausgeprägten Sinn für Form und ein tiefes Verständnis für Steinzeug aus. Seine Gefäße zeichnen sich oft durch eine zurückhaltende Monumentalität aus, bei der schlichte Silhouetten mit strukturreichen und abwechslungsreichen Oberflächen kombiniert werden. Anstatt auf aufwendige Verzierungen zu setzen, ließ er die dem Ton und der Glasur innewohnenden Eigenschaften zu zentralen Elementen des künstlerischen Ausdrucks werden. Dieser Ansatz spiegelte sowohl die Traditionen des Höganäs-Steinguts als auch den Einfluss der modernen skandinavischen Ästhetik wider.
Besonders bewundert wurden seine Glasuren, die häufig komplexe Wechselwirkungen zwischen Farbe, Textur und Brenneffekten zeigten. Erdige Brauntöne, tiefes Blau, gedämpfte Grüntöne und warme, eisenhaltige Farbtöne ziehen sich durch sein gesamtes Werk und schaffen Oberflächen, die ebenso sehr vom Brennofen wie von der Hand des Töpfers geprägt zu sein scheinen. Diese Glasuren unterstrichen die haptischen Eigenschaften seiner Gefäße und verstärkten deren Verbindung zu den natürlichen Materialien, aus denen sie gefertigt waren.
Nature blieb eine beständige Quelle der Inspiration. Viele von Klaessons Formen erinnern an geologische Formationen, verwitterten Stein oder organische Wachstumsmuster, ohne diese jedoch direkt nachzuahmen. Sein Werk zeugt von einer Wertschätzung natürlicher Prozesse und der Bereitschaft, die subtile Unvorhersehbarkeit, die dem Brennen von Keramik innewohnt, anzunehmen. Dieses Gleichgewicht zwischen Kontrolle und Zufall wurde zu einem der prägenden Merkmale seiner künstlerischen Sprache.
Im Gegensatz zu vielen Designern, die mit großen Keramikherstellern zusammenarbeiteten, war Klaesson in jeder Phase der Produktion eng eingebunden. Vom Drehen und Formen bis hin zum Glasieren und Brennen betrachtete er die Keramik als ein ganzheitliches Handwerk, bei dem künstlerische Vision und technische Umsetzung untrennbar miteinander verbunden waren. Dieses Bekenntnis zum handgefertigten Objekt verlieh seinem Werk eine Authentizität und Individualität, die bei Sammlern bis heute Anklang finden.
Im Laufe seiner Karriere entwickelte sich Klase Keramik zu einem angesehenen Namen unter Liebhabern schwedischer Studio-Kunsttöpferei. Auch wenn seine Arbeiten nie in dem Umfang der großen Manufakturen hergestellt wurden, fanden sie doch aufgrund ihrer Beständigkeit, ihrer technischen Qualität und ihrer künstlerischen Integrität große Anerkennung. Seine Keramikwerke fanden Eingang in private Sammlungen in ganz Schweden und im Ausland und trugen so dazu bei, dass Höganäs auch lange nach dem Niedergang der großindustriellen Produktion seine Bedeutung als Zentrum der Keramikkunst behielt.
Als Otto Klaesson im Jahr 2002 starb, hinterließ er ein Werk, das sowohl die Traditionen als auch die Erneuerung des schwedischen Steinzeugs widerspiegelt. Auch heute noch werden seine Keramikarbeiten wegen ihrer handwerklichen Qualität, ihrer vielfältigen Glasureffekte und ihrer beständigen Verbundenheit mit dem Material, aus dem sie geformt wurden, geschätzt. Mit „Klase Keramik“ bewies Klaesson, dass das alte Handwerk der Töpferei auch in der Moderne seine Bedeutung und Ausdruckskraft bewahren kann, und sicherte sich damit einen Platz unter den bedeutenden Studio-Töpfern des 20. Jahrhunderts in Schweden.