Wandspiegel „Collimate Black“ von GTG Design Couture
Sonderedition in einer Auflage von 11 Exemplaren + 1 AP
Abmessungen: T 4 x B 120 x H 120 cm.
Materialien: Edelstahl, Spiegel, Eisen, Hempe und Stoff.
Erhältlich in drei verschiedenen Größen und mit verschiedenen Oberflächenausführungen. Preise und Abmessungen können variieren. Bitte kontaktieren Sie uns.
COLLIMATE basiert auf dem Prinzip des instabilen Gleichgewichts, bei dem das Gleichgewicht in einem Zustand stiller Spannung besteht. Das Werk strahlt eine subtile spirituelle Resonanz aus, die sich durch wesentliche geometrische und materielle Elemente ausdrückt.
Die Konstruktion besteht aus drei konzentrischen, kreisförmigen Metallringen, die an einem Seil aufgehängt sind, das an einem Nagel befestigt ist, und erinnert an die gleichmäßige Schwingung eines Pendels. Das Seil windet sich um die Ringe, wodurch jeder Umfang von seiner Achse verschoben wird und eine kalibrierte Asymmetrie entsteht.
Diese Verschiebung bewirkt eine kontrollierte Aufspaltung der Reflexion. Der innere Kreis wirkt zerfallen, wodurch ein Feld wahrnehmungsmäßiger Instabilität und ein sich verändernder visueller Rhythmus entstehen. Die Reflexion ist nicht mehr feststehend, sondern wird durch konzentrische Verschiebung gebrochen, wodurch der Spiegel zu einem räumlichen Instrument wird.
COLLIMATE ist mehr als nur ein Dekorationsobjekt – es fungiert als symbolisches Konstrukt, als Reflexion über Schwebezustand, Schwerkraft und das fragile Gleichgewicht zwischen materieller Struktur und metaphysischer Bedeutung.
Ich bin Giovanni Tommaso Garattoni, ein italienischer Architekt und Designer. Seit 1984 verfolge ich einen eigenständigen Forschungsansatz, bei dem ich Möbel und Haushaltsgegenstände nicht als rein funktionale Artefakte betrachte, sondern als Träger von Fantasie, Erinnerung und Erzählung.
Diese Untersuchung, die sich außerhalb der vorherrschenden Design-Narrative ihrer Zeit entwickelte, wurde von der fantastischen Literatur des 19. Jahrhunderts, der europäischen Dekadenz, dem Futurismus, der Kultur der Geschwindigkeit sowie der Atmosphäre der Post-Punk- und New-Wave-Kultur geprägt. Von Anfang an war ich daran interessiert, Objekte zu schaffen, die gleichzeitig als Möbel, Skulptur und bewohnbare Fiktion existieren können.
Im Jahr 1986 gehörte ich zu den vier Gründungsarchitekten der Bolidisten-Bewegung und brachte in die Gruppe ein Forschungswerk ein, das bereits einige Jahre zuvor begonnen hatte und sich in den folgenden Jahrzehnten eigenständig weiterentwickeln sollte.
Neben dieser eigenständigen Forschungsarbeit habe ich umfangreiche Berufserfahrung im Bereich Industriedesign gesammelt und mir dabei fundierte Kenntnisse über Materialien, Produktionsprozesse und Konstruktionssysteme angeeignet. Anstatt als voneinander getrennte Aktivitäten zu existieren, befruchteten sich diese Erfahrungen kontinuierlich gegenseitig, sodass spekulative Ideen und narrative Visionen mit den Realitäten des Schaffensprozesses und der Materialität in Dialog treten konnten.
Im Laufe von mehr als vier Jahrzehnten hat diese kontinuierliche Auseinandersetzung ein umfangreiches Archiv an Möbeln, Spiegeln, bewohnbaren Skulpturen, Zeichnungen und nicht realisierten Projekten hervorgebracht. Viele dieser Arbeiten blieben auf dem Papier oder im Prototypenstadium und bildeten ein Forschungswerk, das weitgehend außerhalb der Rhythmen und Erwartungen des Marktes entstanden war.
Heute wird dieses Archiv schrittweise wiederbelebt, wodurch historische Projekte mit neuen Werken in einen Dialog treten und die Kontinuität einer über mehr als vierzig Jahre hinweg betriebenen Forschung deutlich wird.
Die „Atelier Collections“ präsentieren ausgewählte historische Projekte neben zeitgenössischen Werken, die aus derselben Forschungslinie Derive hervorgegangen sind. „Mirrors of Perception“ vertieft diese Untersuchung durch eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit dem Spiegel als wahrnehmungsbezogenem, skulpturalem und narrativem Medium.
Meine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Collectional Design, Skulptur und Wohnarchitektur. Über verschiedene Epochen, Materialien und Maßstäbe hinweg ist die zentrale Frage dieselbe geblieben: Wie kann ein Objekt den Wohnraum in einen Ort der Fantasie verwandeln?