Farbige Lithografie einer antiken griechischen Amphore mit figürlichen Henkeln, 1883
Original-Farb-Lithografie aus der Zeit der Antike, die eine außergewöhnlich kunstvoll gestaltete antike griechische Amphore mit anthropomorphen Henkeln und einer detailreichen klassischen Verzierung zeigt; erschienen 1883 in Berlin als Teil von Albert Genicks monumentaler Arbeit über griechische Keramik.
Diese beeindruckende großformatige Tafel zeigt eine ungewöhnliche Amphore, die sich durch zwei hohe Henkel auszeichnet, die in fein gearbeiteten Frauenköpfen enden. Diese skulpturalen, menschenförmigen Henkel verleihen dem Gefäß eine besonders eindrucksvolle Silhouette und machen diesen Teller zu einem der optisch markantesten Exemplare in Genicks Serie.
Der Rumpf der Amphore ist reich mit zahlreichen figürlichen und architektonischen Darstellungen verziert. Im oberen Bereich ist eine blasse, geflügelte Frauenfigur vor einem dunklen Hintergrund dargestellt, umgeben von stilisierten Pflanzenornamenten. Im Bild ist eine sitzende weibliche Figur in der Mitte zu sehen, die von einem kleinen, klassisch anmutenden Tempelbau eingerahmt und von zwei stehenden Figuren flankiert wird. Der eine trägt Gefäße, während der andere neben einer großen, flügelartigen Gestalt erscheint.
Das Dekor vereint tiefes Schwarz, Terrakottarot und kontrastierende cremeweiße Details, wobei geschwungene Blattmotive, geometrische Ornamente und eine Bordüre im griechischen Schlüssel-Mäander-Stil die Komposition vervollständigen.
Links neben der Amphore fügt Genick eine präzise archäologische Profilzeichnung ein, die den ungewöhnlichen Aufbau und die skulpturale Form eines der Henkel veranschaulicht.
Die Kombination aus anthropomorphen Henkeln, klassischer Architektur, geflügelten Figuren und einer ungewöhnlich reichhaltigen polychromen Verzierung macht diesen Teller zu einem besonders eindrucksvollen und kunstvollen Exemplar der Serie.
Der Abdruck stammt aus der zweiten Auflage von Albert Genicks bedeutender Publikation über griechische Keramik, die 1883 bei Ernst Wasmuth in Berlin erschien. Das Gesamtwerk umfasste 36 großformatige Farblithografien, darunter vier doppelseitige Tafeln, die Amphoren, Vasen, Schalen und andere Beispiele antiker griechischer Keramikkunst zeigten.
Die Lithografien wurden von der Berliner Druckerei Hein & Mosler hergestellt. Albert Genick (1837–1906), ein in Berlin ausgebildeter Architekt, wurde vor allem durch seine präzisen grafischen Dokumentationen antiker Keramiken bekannt. Diese Veröffentlichung gilt als sein Hauptwerk. Vollständige Exemplare sind selten, und einzelne Tafeln aus der Serie sind immer schwerer zu finden.
Urheber: Albert Genick (1837–1906)
Verlag: Ernst Wasmuth, Berlin
Druckerei: Hein & Mosler, Berlin
Tafel: VII
Datum: 1883
Auflage: Zweite Auflage
Technik: Farblithographie
Herkunft: Deutschland
Blattgröße: ca. 68 x 46 cm (26,8 x 18,1 Zoll)
Ausrichtung: Hochformat
Zeitraum: Spätes 19. Jahrhundert
Stil: Neoklassizismus / Archäologischer Revivalstil
Bedingung:
Sehr guter antiker Zustand. Kräftige Farbgebung in Schwarz, Terrakotta und Cremeweiß, wobei die filigranen dekorativen Details gut erhalten sind. Leichte altersbedingte Verfärbungen mit vereinzelten kleinen Stockflecken und Flecken, die vor allem an den Rändern sichtbar sind. Geringe altersbedingte Kantenabnutzung. Bitte sehen Sie sich die Fotos sorgfältig an, da sie Teil der Zustandsbeschreibung sind.
Eine originale antike Lithografie aus dem Jahr 1883, keine moderne Reproduktion.
Der Druck wird ungerahmt angeboten. Etwaige Abbildungen von gerahmten Bildern oder Innenräumen dienen, sofern sie gezeigt werden, ausschließlich der Darstellung und als Inspiration.
Weitere Begleitplatten aus der Serie von Albert Genick sind separat erhältlich.
Schlüsselwörter:
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