Modernes abstraktes Gemälde in Öl auf Leinwand mit dem Titel "Summertime III" von Michelle Hénault, einer konzeptionellen Künstlerin. Signiert auf der Vorderseite unten rechts, auch signiert, datiert und betitelt auf der Rückseite; Messung ca. 30" H x 36" W x 1,5" D. Galerie verpackt, fertige Seiten, datiert ca. 2019.
Michelle Hénault ist eine Konzeptkünstlerin, geboren in Lachute, Quebec, und lebt und arbeitet seit 1991 in Montreal. Sie schloss 1998 einen Bachelor-Abschluss in Bildender Kunst an der UQAM ab. Nachdem sie sich mit Bildhauerei und Fotografie beschäftigt hatte, widmete sie sich der Ölmalerei. In den letzten fünfzehn Jahren hat sie an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teilgenommen. Im Jahr 2010 zog sie mit ihrem Partner für zwei Jahre nach Schottland. Seit sie nach Montreal zurückgekehrt ist, widmet sie sich der Ölmalerei, und ihr Werk ist sehr erfolgreich. Inspiriert von ihren vielen Reisen, erforscht sie in ihren Arbeiten Landschaften als kontemplatives Territorium. Der Wunsch, vergangene Reisen in der Malerei wieder aufleben zu lassen und die Gefühle, die sie an verschiedenen Orten erlebte, wieder einzufangen, war ihre Hauptmotivation für die Herstellung dieser Landschaften. "In den letzten fünfzehn Jahren habe ich mich in meiner Malerei mit der Rekonstruktion von Landschaften beschäftigt. In meiner Praxis geht es um unsere Beziehung zum Land als Erinnerung an den Ort. Ein Land kann besetzt, geteilt, verändert und erträumt, idealisiert werden. Das Land als Heimat oder als idyllisches Land, in das man reisen kann, wo die Erinnerung vorausgesetzt wird. Mit meiner Kunst erforsche ich die Erinnerung an das Reisen, an die Reisen, die ich gemacht habe, und an die Reisen, die ich geträumt habe. Wenn wir eine Landschaft betrachten und den Wechsel des Lichts oder der Atmosphäre wahrnehmen, wird uns der Lauf der Zeit bewusst. Wie die Entdecker vergangener Epochen auf der Suche nach unbekanntem Land schlägt meine Arbeit eine Rückkehr zum Wesentlichen vor... was die Franzosen "le bapteme de la solitude" nennen. Es ist ein einzigartiges Gefühl, und es hat nichts mit Einsamkeit zu tun, denn Einsamkeit setzt Erinnerung voraus. Hier, in dieser rein mineralischen Landschaft, die von Sternen wie Fackeln erhellt wird, verschwindet sogar die Erinnerung; nichts bleibt übrig als der eigene Atem und das Geräusch der Hitze, die schlägt. Ein seltsamer und keineswegs angenehmer Prozess der Wiedereingliederung beginnt in Ihnen, und Sie haben die Wahl, dagegen anzukämpfen und darauf zu bestehen, die Person zu bleiben, die Sie immer waren, oder ihm seinen Lauf zu lassen. Denn niemand, der eine Weile in der Sahara gelebt hat, ist mehr derselbe, der er war, als er kam