"E-75 Triple Trouble", 1967
Tony Delap
Siebdruck im Kleidungsstück
21 x 21"
Auflage 75
Tony wurde 1927 in Oakland geboren und studierte am California College of Arts and Crafts, an der Academy of Art San Francisco und an der Claremont Graduate School. Nach mehreren Lehraufträgen in der Bay Area wurde Tony von John Coplans eingeladen, der 1965 gegründeten Fakultät der UC Irvine beizutreten, wo er bis 1991 im Fachbereich Kunst unterrichtete. Er fungierte als Projektberater für "Best Kept Secret, UCI and the Development of Contemporary Art in Southern California, 1964-1971" für die Getty-Ausstellung "Pacific Standard Time: Art In LA 1945-1980" im Laguna Art Museum im Jahr 2011. Mit Chris Burden, James Turrell, Bruce Nauman und Marcia Hafif unter seinen Studenten während seiner Zeit an der UCI sind seine Beiträge zur Kunst seit den 60er Jahren unbestreitbar. Der Einfluss, den er auf seine Schüler ausübte, sollte jedoch nicht seinen Beitrag als eigenständiger Künstler überdecken.
Tony, der mit der so genannten "Finish Fetish"-Bewegung der 1960er Jahre in Südkalifornien in Verbindung gebracht wird, blieb dem Minimalismus auch Jahrzehnte nach dem Höhepunkt seiner Popularität treu und definierte das Kunstwerk als "ein Ding an sich". Unter Verzicht auf externe Referenzen hat Tony die Kunst auf das Wesentliche reduziert: MATERIAL und FORM. Zu diesen Materialien gehören Holz, Metall und Kunststoffe, die zu geometrischen Formen und mehrteiligen Strukturen geformt werden, welche die Illusion von Tiefe und formalen Beziehungen erzeugen, die sowohl spielerisch als auch streng sind. Christopher Knight von der LA Times beschreibt Tonys Arbeit als "unmögliche Objekte", nicht als
nicht nur, weil sie die sonst getrennten Formen der Malerei und der Bildhauerei miteinander verbinden, sondern auch wegen Tonys eigentümlicher Geometrien. Tonys hybride Malerei-Skulpturen sind wirklich verwirrend. Diese "unregelmäßigen Geometrien" werfen dynamische Schatten, die den Betrachter dazu einladen, das Werk aus allen Blickwinkeln zu betrachten, auch aus den schrägsten.
Als Pionier der Abstraktion, des Minimalismus und der Op Art an der Westküste war Tony an den wegweisenden Ausstellungen The Responsive Eye (1965: MoMA, NY), Primary Structures (1966: Jewish Museum, NY) und American Sculpture of the Sixties (1967: LACMA, CA) beteiligt - Ausstellungen, die für die Entwicklung und Definition des Minimalismus entscheidend waren. Im Laufe seiner 60-jährigen Karriere wurden ihm mehrere Retrospektiven gewidmet: im Orange County Museum of Art im Jahr 2000, im San Jose Museum of Art im Jahr 2001, im Oceanside Museum of Art im Jahr 2013 und zuletzt die große, von Peter Frank kuratierte Retrospektive des Laguna Art Museum im Jahr 2018.
Zu den wichtigsten Museumssammlungen gehören die Tate Modern, London, UK; das Museum of Modern Art, New York, NY; das Solomon R. Guggenheim Museum, New York, NY; das Whitney Museum of American Art, New York, NY; das San Francisco Museum of Modern Art, San Francisco, CA; das Los Angeles County Museum of Art, Los Angeles, CA; und das Musée Cantonal des Beaux-Arts, Lausanne, Schweiz - neben vielen anderen.